In dem Mehrfamilienhaus sitzt der Schock tief. Dass die junge Frau der Feuerteufel sein soll, ist für die Mitbewohner schier unfassbar. Wie Tele M1 berichtete, verbrannten zwei Kinderwagen,ein Kellerabteil sowie einige Autopneus. Die Polizei glaubt nicht an Zufälle, sondern geht von Brandstiftungen aus. Nachbarn glauben eher an eine Unschuld der Verhafteten. Ihre im gleichen Haus lebende Freundin beteuerte gegenüber Tele M1. «Warum soll sie so etwas machen, die Kinderwagen anzuzünden. Sie hat doch selbst ein Kind.» Und weiter meinte die Freundin, so gut schauspielern könne niemand.

Ein Nachbar zeigte sich erschüttert über die Brandanschläge. Er suche nach Beweggründen. Keiner wisse, was noch kommt: «Das ist schon sehr heftig.»

Roland Pfister, Mediensprecher der Kantonspolizei, bestätigte, dass noch kein Geständnis vorliege. Nun gebe es während der Untersuchungshaft weiterhin intensive Befragungen, um das Motiv kennenzulernen.

Der Leiter der Psychiatrischen Klinik Königsfelden, Josef Sachs, machte aus seinem Herzen keine Mördergrube: «Es gibt nicht viele Frauen, die so etwas machen. Und wenn es Frauen sind, dann meistens jüngere.» Bei Frauen fänden sich häufig psychische Störungen, wenn sie zu Brandstifterinnen werden. Ob die Polizei eine falsche Fährte verfolgt, werde sich zeigen, so der Psychiater.