Vergangenes Wochenende haben die Dreharbeiten für den Kinofilm «Papa Moll» begonnen. Die Schauspieler und gegen 60 Personen hinter der Kamera haben in Strengelbach all die Szenen gedreht, in denen das Haus der Familie Moll von aussen zu sehen ist. 

«Wir hatten in diesen drei Tagen tolles Wetter, perfekt für die Aussenaufnahmen», sagt Lukas Hobi. Er ist Produzent der in Zürich und Luzern angesiedelten Filmproduktionsfirma Zodiac Pictures.

Die Produktionsfirma hat im vergangenen Jahr «Heidi» auf die Leinwand gebracht, nun ist «Papa Moll» an der Reihe. «Wir sind seit zehn Jahren an der Planung und Entwicklung des Films», sagt Lukas Hobi.

Papa Moll eigne sich sehr gut für eine Realverfilmung, da in den Moll-Geschichten reale Figuren vorkämen, die auch reale Geschichten erlebten. Dass Papa Moll bei den Zuschauern nicht nur in Buchform, sondern auch auf der Leinwand gut ankommen wird, davon ist Lukas Hobi überzeugt. Schliesslich seien in den vergangenen 64 Jahren mehr als 1 Million Bücher von Papa Moll verkauft worden.

Alles gepasst in Strengelbach

Dass Papa und Mama Moll, die drei Kinder Willy, Fritz und Evi sowie Dackel Tschips ausgerechnet in Strengelbach wohnen, sei ein Zufall, sagt Lukas Hobi. Bei der Suche nach einer passenden Location sei klar gewesen, dass man sich aufs Mittelland beschränken werde. Letztlich hat sich herauskristallisiert, dass sich der Dreh gar auf den Aargau konzentrieren wird.

«In Strengelbach hat dann einfach alles gepasst», so Hobi. Das Haus passe nicht nur von der Architektur her zum Film, es sei auch gut gelegen und habe keine störenden Einflüsse wie Hochspannungsleitungen oder Neubauten in der Nähe.

Letztlich sei auch ausschlaggebend, wie offen die Besitzer seien und ob sie die Zustimmung zum Dreh geben. «Wir sind sowohl von den Hausbesitzern als auch von den Nachbarn sehr gut aufgenommen worden», sagt Lukas Hobi. So hätten die Hausbesitzer beispielsweise mitgeholfen, das Loch im Garten zu graben, das für die Dreharbeiten nötig war.

Es habe auch zahlreiche Zuschauer gegeben, die den Filmdreh beobachtet hätten. Neben Strengelbach wird auch in Baden und Bad Zurzach gedreht. Der Kinofilm «Papa Moll» wird somit da gedreht, wo die Bücher entstanden sind: Edith Oppenheim-Jonas hat Papa Moll im Jahr 1952 im Aargau erschaffen.

Neuer Drehort Bad Zurzach

Die gegen 80-köpfige Filmcrew hat die vergangenen Tage in Zofingen und Umgebung in Hotels gewohnt. «Papa Moll ist eine der grössten Filmproduktionen in der Schweiz», sagt Lukas Hobi. Rund 5,5 Millionen Franken sind für das Projekt veranschlagt. Unterstützt wird der Film unter anderem vom Bundesamt für Kultur, der Zürcher Filmstiftung, dem SRF und den Kantonen Aargau und Luzern sowie der Gemeinde Bad Zurzach. Dahin geht es nun auch für die Crew weiter.

Bereits am Dienstag begannen die Dreharbeiten in Bad Zurzach, wegen des angekündigten Regenwetters wird mit Innenaufnahmen gestartet. Die Filmcrew ist noch bis Ende August in der Schweiz, anschliessend geht es nach Deutschland weiter für die Studioaufnahmen. Das fertige Produkt wird dann im Dezember 2017 auf der Leinwand zu sehen sein.