Primär geht es in dreieinhalb Wochen darum, den freien Sitz im Regierungsrat zu besetzen. Doch je nach Wahlausgang am 27. November haben bald nicht nur Yvonne Feri (SP), Maya Bally (BDP) oder Franziska Roth (SVP) ein neues Amt. Es gibt mehrere Politiker, die von der Wahl ihrer Parteikollegin profitieren und nachrutschen könnten.

Am einfachsten wäre die Situation bei einer Wahl von Maya Bally. Sie wurde im Bezirk Lenzburg als einzige Kandidatin ihrer Partei gewählt. Bally schwang mit 2258 Stimmen auf der BDP-Liste obenaus. Würde sie in den Regierungsrat gewählt, dürfte sich René Bossard über einen Sitz im Grossen Rat freuen. Bossard ist Geschäftsführer beim Regionalbus Lenzburg und landet mit 1243 Stimmen auf dem zweiten Platz.

Umfangreicher wären die Rochaden bei einer Wahl von Yvonne Feri. Für die SP-Frau würde Max Chopard in den Nationalrat nachrücken. Dieser wurde vor einem Jahr abgewählt, als die SP in der Grossen Kammer einen Sitz verlor, steht aber auf dem ersten Ersatzplatz. Zudem wurde Chopard am 23. Oktober in den Grossen Rat gewählt – würde er Feri in Bern ersetzen, könnte Florian Vock profitieren. Vock war seinerseits im letzten Jahr nach dem Rücktritt von Marie-Louise Nussbaumer in den Grossen Rat nachgerutscht, verlor den Sitz am 23. Oktober allerdings wieder.

Kein politisches Domino würde eine Wahl von Franziska Roth auslösen. Die SVP-Frau müsste aber als Gerichtspräsidentin in Brugg ersetzt werden. Dafür wäre eine Ersatzwahl nötig, den Termin würde das Justizdepartement in Absprache mit der Staatskanzlei festlegen.

Laut Regierungssprecher Peter Buri käme «von den Zeitverhältnissen her wohl der Blankoabstimmungstermin des Bundes vom 21. Mai 2017 in Betracht». Der Ausfall von Roth am Bezirksgericht würde laut Gerichtssprecherin Nicole Payllier mit internen Ressourcen kompensiert.

«In der rechten Seite der SP» – «Ganz genau in der Mitte» – «Rechts aber in der Mitte»

«In der rechten Seite der SP» – «Ganz genau in der Mitte» – «Rechts aber in der Mitte»

Die drei Regierungsratskandidatinnen Yvonne Feri (SP), Maya Bally (BDP) und Franziska Roth (SVP) dehnten in der Sendung «TalkTäglich» am Mittwochabend die Grenzen ihrer Parteien.

Regierungsrat: Das Ergebnis des 1. Wahlgangs vom 23. Oktober 2016

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