Bildung

Doch keine Unterschriftensammlung für Aargauer Sprachaustausch-Initiative – dank eines Erfolgs

Michael Derrer setzt sich für Kulturaustausch innerhalb der Schweiz ein.

Michael Derrer setzt sich für Kulturaustausch innerhalb der Schweiz ein.

Der Fricktaler Michael Derrer wollte eine kantonale Mehrsprachigkeits-Initiative lancieren, die den Schulaustausch mit der französischen Schweiz fordert. Wegen der breiten Unterstützung im Grossen Rat soll nun mit der Unterschriftensammlung gewartet werden.

Letztes Jahr wurde die Volksinitiative angekündigt: Der Fricktaler Unternehmer und Dolmetscher Michael Derrer möchte, dass die Teilnahme an Austauschprogrammen mit der Romandie während der Schulzeit von der Ausnahme zur Regel wird. Dazu wurde die Initiative bereits durch die Staatskanzlei vorgeprüft. Mit der Sammlung der Unterschriften soll allerdings noch nicht begonnen werden, wie Derrer nun mitteilt.

Mangelnde Unterstützung sei allerdings nicht der Grund dafür – im Gegenteil: Sein Anliegen fand grossen Anklang im Aargauer Parlament. So habe dies zu einer Motion im Grossen Rat geführt, die von Vertretern aus allen Parteien eingereicht wurde. Alfons Kaufmann (CVP), Tanja Primault‐Suter (SVP), Simona Brizzi (SP), Sabina Freiermuth (FDP), Ruth Müri (Grüne), Dominik Peter (GLP), Maya Bally Frehner (BDP) und Sabine Sutter‐Suter (CVP) gehören zu den Unterzeichnenden.

Michael Derrer, der selbst für die GLP im Aargau politisiert, zeigt sich sehr zufrieden darüber: «Es ist ermutigend, dass der Bedarf nach einer Förderung des Sprachaustauschs eine solch breite Unterstützung in allen Parteien findet.» Damit könne sein Anliegen schneller als erhofft verwirklicht werden.

«Mehrsprachigkeit – unser Trumpf»

Mehrsprachigkeit gehört zu den kulturellen Wurzeln der Schweiz. Doch obwohl der französische Sprachraum so nahe liegt, nimmt heute nur eine kleine Anzahl der Aargauer Schülerinnen und Schüler an einem Sprachaustausch teil. «Als erste Fremdsprache war Französisch für mich sperrig und fern», gestand Michael Derrer letztes Jahr bei der Vorstellung seines Projekts «Mehrsprachigkeit – unser Trumpf». Er sei allerdings überzeugt, dass Sprachaufenthalte ihm beim Erlernen der Sprache sehr unterstützt hätten.

Falls die Motion keinen Erfolg im Kantonsparlament hat, kehrt Michael Derrer zurück zu seiner ersten Idee: «Dann werde ich das Anliegen als Volksinitiative neu lancieren.»

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