Wahlen 2019
Diese weiteren Aargauerinnen könnten in den Nationalrat nachrücken – bei der SP würde das Los entscheiden

Gleich vier Aargauerinnen wurden gestern neu in den Nationalrat gewählt. Und weitere Frauen warten in den Startlöchern. Warum auch sie in die grosse Kammer einziehen könnten.

Sandra Meier
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Zieht Yvonne Feri für die SP in die Regierung ein, wird ihr Nationalratssitz frei. Der Kandidat oder die Kandidatin mit den nächstmeisten Stimmen rückt nach.
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Würde Cédric Wermuth den Sprung ins Stöckli schaffen, wird sein Nationalratssitz frei.
Simona Brizzi holte mit 28'652 am drittmeisten Stimmen und wäre erste Ersatz-Kandidatin.
Holten mit 23'134 genau gleich viele Stimmen: Carole Binder...
Lelia Hunziker. Über ihre Wahl würde das Los entscheiden.
Hansjörg Knecht will für die SVP in den Ständerat. Bei einer Wahl würde sein Nationalratssitz frei.
Auch der Nationalratssitz von Jean-Pierre Galatti würde frei werden, sollte er als Regierungsrat gewählt werden.
Mit 55'361 Stimmen wäre Stefanie Heimgartner erste Ersatz-Kandidatin. Mit 55'361 Stimmen wäre Stefanie Heimgartner erste Ersatz-Kandidatin.
Dicht gefolgt von Alois Huber mit 55'255 Stimmen.
Er will den FDP-Ständeratssitz verteidigen: Nationalrat Thierry Burkart.
Schafft er den Sprung ins Stöckli, würde Maja Riniker (Mitte) nachrücken. Sie erzielte mit 29'022 Stimmen das drittbeste Ergebnis.

Zieht Yvonne Feri für die SP in die Regierung ein, wird ihr Nationalratssitz frei. Der Kandidat oder die Kandidatin mit den nächstmeisten Stimmen rückt nach.

Merlin Photography Ltd.;zvg;

Mit Gabriela Suter (SP), Marianne Binder (CVP), Martina Bircher (SVP) und Lilian Studer (EVP) ziehen für den Aargau gleich vier Frauen neu in die grosse Kammer ein. Aktuell werden insgesamt sieben der 16 Nationalratssitze in der kommenden Legislatur von Frauen besetzt – und es könnten noch mehr werden:

Gleich sechs der bestehenden und neu gewählten Nationalräte kandidieren für einen Sitz im Stöckli oder treten für die Regierungsrats-Ersatzwahl an. Wer gewählt wird, tritt seinen Sitz an den oder die nicht gewählte Kandidatin mit den nächstmeisten Stimmen ab.

  • Bei der SVP kandidiert Hansjörg Knecht für einen der beiden Ständeratssitze, zudem will der neugewählte Nationalrat Jean-Pierre Gallati den freien Regierungsratssitz von Franziska Roth erobern. Würden beide gewählt, warten im Nationalrat gleich zwei SVP-Sitze auf neue Platzhalter.
    Stefanie Heimgartner aus Baden erzielte bei den Wahlen mit 55'361 Stimmen das siebtbeste Ergebnis und wäre erste Ersatz-Kandidatin. Würde ein zweiter Nationalratssitz frei werden, käme auch Alois Huber zum Handkuss. Der SVP-Nationalratskandidat aus Möriken-Wildegg holte mit 55'255 am achtmeisten Stimmen.
  • Bei der FDP will Thierry Burkart den Ständeratssitz von Philipp Müller verteidigen. Schafft er es im zweiten Wahlgang ins Stöckli, würde Maja Riniker an seiner Stelle in die grosse Kammer einziehen. Die Suhrerin holte mit 29'002 nur knapp 800 Stimmen weniger als FDP-Nationalrat Matthias Jauslin.
  • Bei der SP zeigen beide bestehenden Nationalräte Ambitionen für andere Ämter: Yvonne Feri kämpft aller Voraussicht nach auch im zweiten Wahlgang gegen Jean-Pierre Gallati um den freien Regierungsratssitz. Entscheidet sich auch Cédric Wermuth dazu, im zweiten Ständeratswahlgang anzutreten, könnte es wie bei der SVP zu zwei vakanten Nationalratssitzen kommen.
    Würde nur Feri oder nur Wermuth gewählt, rückt Simona Brizzi nach. Die Ennetbadenerin holte nach Gabriela Suter am viertmeisten Stimmen (28'652).
    Komplizierter würde es bei der Besetzung des zweiten freien Nationalratssitzes. Denn am fünftmeisten Stimmen holten sich gleich zwei Kandidatinnen: Sowohl die Aarauerin Lelia Hunziker wie auch Carole Binder aus Magden kamen auf 23'134 Stimmen. In diesem Fall würde das Los entscheiden, ob Hunziker oder Binder nachrückt, erklärt Regierungsratssprecher Peter Buri. Die Ziehung obliegt gemäss Gesetz dem Landammann. Da Urs Hofmann allerdings selbst der SP angehört, tritt der Landstatthalter laut Buri an seine Stelle. Gäbe es eine Doppelvakanz im Nationalrat, würde also Markus Dieth das Los ziehen, das zwischen Lelia Hunziker und Carole Binder entscheidet.

Diese 16 Aargauerinnen und Aargauer schaffen die Wahl in den Nationalrat:

Hansjörg Knecht, SVP. bisher, 73'587 Stimmen. – Er ist im 2. Wahlgang am 24. November zum Ständerat gewählt worden.
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Benjamin Giezendanner, SVP, neu, 68'024 Stimmen.
Andreas Glarner, SVP, bisher, 64'053 Stimmen.
Thomas Burgherr, SVP, bisher, 63'155 Stimmen.
Martina Bircher, SVP, neu, 58'757 Stimmen.
Jean-Pierre Gallati, SVP, neu, 55'454 Stimmen.
Stefanie Heimgartner, SVP, neu, 55'361 Stimmen. – Sie rückt für Hansjörg Knecht (Ständerat) nach.
Cédric Wermuth, SP, bisher, 47'890 Stimmen.
Yvonne Feri, SP und bisher, 46'241 Stimmen.
Gabriela Suter, SP, neu, 36'867 Stimmen.
Thierry Burkart, FDP, bisher, 50'507 Stimmen. – Er ist im 2. Wahlgang am 24. November in den Ständerat gewählt worden.
Matthias Jauslin, FDP, bisher, 29'835 Stimmen.
Maja Riniker, FDP, neu, 29'022 Stimmen. Sie rückt für Thierry Burkart (Ständerat) nach.
Ruth Humbel, CVP, bisher, 34'469 Stimmen.
Marianne Binder-Keller, CVP, neu, 27'202 Stimmen.
Irène Kälin, Grüne, bisher, 34'501 Stimmen.
Beat Flach, GLP, bisher, 25'748 Stimmen.
Lilian Studer, EVP, neu, 13'740 Stimmen.

Hansjörg Knecht, SVP. bisher, 73'587 Stimmen. – Er ist im 2. Wahlgang am 24. November zum Ständerat gewählt worden.

PATRICK B. KRAEMER