Wahlen 21. Oktober
Diese Grossräte treten im Herbst nicht mehr zur Wahl an

12 der 140 Grossrätinnen und Grossräte hören mit dieser Legislatur auf. Bis zu den Wahlen im Oktober dürften noch weitere Namen dazu kommne. Und 18 Grossräte, die 2008 gewählt wurden, sind bereit heute nicht mehr dabei.

Mathias Küng
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Diese Grossräte treten zurück
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Bettina Ochsner Bettina Ochsner (1948, Treuhänderin, Oberlunkhofen/FDP). Sie war 16 Jahre Gemeinderätin und 12 Jahre Grossrätin; während acht Jahren beides. Sie ist Mitglied der Kommission Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung. Ihr Rücktritt erfolgt nach 20 intensiven Jahren in der Politik. Sie behält kleinere Mandate, z. B. Delegierte der FDP Schweiz.
Barbara Roth Barbara Roth (1956, Leiterin Sozialdienst, Erlinsbach/SP). Sie war Grossratspräsidentin und präsidiert die Gesundheitskommission. Sie sagt: «20 Jahre aktives Politisieren im Grossen Rat sind genug. Es ist Zeit, für neue Kräfte Platz zu machen.» Sie behält das Mandat als Stimmenzählerin der Ortsbürgergemeinde Erlinsbach und somit des Wahlbüros der Gemeinde.
Heinrich Schöni Heinrich Schöni (1943, eidg. dipl. Buchhalter im Ruhestand, Oftringen/SP). Er war SP-Kantonalpräsident, ist seit 2000 im Grossen Rat, war 2007/08 Grossratspräsident. Er präsidiert die Kommission Aufgabenplanung und Finanzen. 2013 wird er 70, damit sei für ihn die Limite erreicht. Wie im Grossen Rat erfüllt er auch als Gemeinderat in Oftringen die Legislatur.
Lothar Brünsiholz Lothar Brünisholz (1941, pens. Zugchef SBB, Zofingen/SP). Er sagt: «12 Jahre sind genug! Ich werde 2013 72-jährig und habe dann 32 Jahre politisiert, 8 Jahre Einwohnerrat und 12 Jahre Stadtrat in Zofingen und jetzt 12 Jahre Grossrat.» Es sei an der Zeit, anderen Platz zu machen. Er wird sich danach nicht mehr für politische Ämter zur Verfügung stellen.
Rita Boeck Rita Boeck (1963, Lehrerin, Brugg/SP). Grossrätin seit 2008 und Mitglied der Kommission Allgemeine Verwaltung. Sie tritt aus dem Grossen Rat zurück, weil sie das Fraktionspräsidium der Einwohnerratsfraktion der SP in Brugg übernommen hat und dafür und für die Lokalpolitik genügend Zeit haben möchte.
Jörg Villiger Jörg Villiger (1963, Förster, Aarburg/Grüne). Er ist seit 2009 im Grossen Rat und Mitglied der Kommission öffentliche Sicherheit. Er hört aus zeitlichen Gründen nach einer Legislatur in der kantonalen Legislative auf, um sich wieder mehr seiner Familie mit vier Kindern widmen zu können.
Roger Fricker, Referendumsführer und Gemeindeammann von Oberhof.
Gregor Biffiger Gregor Biffiger (1961, lic. iur./Unternehmer, Berikon/SVP). Grossrat seit 2001. Mitglied Kommission Aufgabenplanung und Finanzen. In 12 Jahren Grossrat mussten Familie und Unternehmung oft hinten anstehen. Jetzt will er Platz machen für die nachrückende Generation auf der SVP-Liste. Er bleibt Ortsparteipräsident und im Vorstand der Bezirkspartei.
Erwin Meier Erwin Meier (1957, Unternehmer, Niederwil/SVP). Er war seinerzeit im Bezirk parteiübergreifend der bestgewählte Newcomer. Er macht seit über 20 Jahren SVP-Politik. Aus familiären Gründen muss er jetzt aber kürzertreten und tritt für den Grossen Rat nicht mehr an, auch um mehr Zeit für seine Firmen zu haben. Meier. «Es war ein Vernunftsentscheid.»
Andreas Brunner CVP Oberentfelden
Kurt Wiederkehr Kurt Wiederkehr (1951, Dipl. Ing. ETH/Energiewirtschafter, Baden/CVP). Im Grossen Rat seit 2007, Mitglied des Parteivorstandes der CVP Aargau. Seine politischen Schwerpunktthemen sind: Energie, Verkehr, Bildung, Kultur. Schon per Ende 2011 ist er als Stadtrat von Baden zurückgetreten. Er hat die Geschicke der Stadt 33 Jahre mitgeprägt.

Diese Grossräte treten zurück

AZ

Die Parteien haben bis 30. Juli Zeit, ihre Kandidaturen für den Grossen Rat einzureichen. Bereits steht fest, dass sicher 12 der 140 Grossrätinnen und Grossräte am 21. Oktober nicht mehr antreten. Dies zeigt unser vorläufiger Überblick. Mit zusätzlichen Namen ist zu rechnen.

Was sich schon sagen lässt, ist, dass bei der SP sicher vier Mandatsträger nicht mehr antreten, bei der SVP sicher 3, bei FDP, CVP und Grünen sicher je 2 (vgl. Bildergalerie). Laut Fraktionspräsidentin Lilian Studer treten bei der EVP alle Amtierenden wieder an. Auch bei der GLP ist laut Fraktionspräsident Felix Jenni voraussichtlich kein Rücktritt zu verzeichnen. BDP-Präsident Bernhard Guhl verweist auf die Nomination, die im Juni stattfindet. Der eben aus der SVP ausgetretene Beat Leuenberger hat in dieser Frage nach seinen Angaben noch nicht entschieden.

Najman will es nochmals wissen

Bei den Kleinparteien treten alle Amtierenden wieder an. Bei der EDU gesetzt ist der Bisherige Martin Lerch. Die beiden SD-Grossräte René Kunz und Dragan Najman treten laut Parteipräsident Kunz beide wieder an. Najman hat Jahrgang 1936 und kandidierte letztes Jahr als damals 75-Jähriger auch für den Nationalrat. Er dürfte im Wahlherbst 2012 wiederum der älteste Kandidierende sein. Ebenfalls wieder wissen will es Samuel Schmid. Er war 2009 für die EDU gewählt worden, trat später im Streit aus und gründete danach die Sozial-Liberale Bewegung SLB. Ziel ist laut SLB-Präsident Schmid, 2012 in allen Bezirken anzutreten.

Grosser Rat: Schon 18 Wechsel

In dieser Legislatur gab es schon 18 Wechsel im Rat. 2010 rückte für Daniela Wildi (Grüne) Irène Kälin nach; für Robert Rhiner (FDP) kam Sabina Freiermuth-Salz; für Heidi Schmid-Schmid (SP) kam Burkhard Fluri; für Renato Mazzocco (SP) kam Marco Hardmeier; für Jonas Fricker (Grüne) kam Yahya Hassan Bajwa; für Peter Jean-Richard (SP) kam Ivica Petrusic; für Rainer Klöti (FDP) Martina Sigg. 2011 übergab Thomas Lüpold (SVP) an Maya Frey; Rudolf Lüscher (CVP) an Heidi Birrer-Reinert; Urs Leuenberger (CVP) an Ruedi Donat; Hansruedi Mettler (EVP) an Roland Aeschimann; Jörg Hunn an Martin Wernli; Beat Flach (GLP, neu Nationalrat) an Adriaan Kerkhoven. 2012 übergab Hansjörg Knecht (SVP, neu Nationalrat) an Hansjörg Erne; Bernhard Guhl (BDP, neu Nationalrat) an Fabian Hauser; Daniel Lüem (FDP) an Jeanine Glarner; Maja Wanner (FDP) an Josef Bütler, Nicole Meier Doka (CVP) an Guido Weber.

Im Juni kommt es zu einem weiteren Wechsel. Yahya Hassan Bajwa erhält ein höheres Lehrerpensum an der Kant. Schule für Berufsbildung. Von Gesetzes wegen muss er das Ratsmandat deshalb «mit einem weinenden Auge» zurückgeben. Er kritisiert, das Gesetz komme für kantonale Lehrkräfte einem Berufsverbot gleich. (MKU

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