Attelwil im Bezirk Zofingen – es ist das Nachbardorf von Wiliberg, dem Wohnort von SVP-Nationalrat Thomas Burgherr. Attelwil hat am Sonntag die Asylgesetzrevision mit 61,54 Prozent abgelehnt – am deutlichsten aller 14 Aargauer Gemeinden*, welche die Änderungen nicht absegnen wollten.

Attelwil bietet laut der eigenen Internetseite einen «ländlichen Dorfcharakter», «herrliche Landschaften», schöne Wohnlagen» und einen «guten Anschluss an den öffentlichen Verkehr». Es bestätigt den Grundsatz bei Asylthemen: Ländliche Dörfer sind eher ablehnend, urbane Gemeinden stimmen eher zu. Wobei: Attelwils Ergebnis ist mit insgesamt nur 104 Stimmenden zu relativieren. Aussagekräftigere Resultate werden im Bezirk Kulm ausgewiesen. Gleich sieben Gemeinden lehnen dort die Revision ab.

Hinter Attelwil belegen mit Holziken und Schlossrued weitere ländliche Gemeinden die Aargauer Podestplätze (siehe Grafik):

Grafik: Silvan Hartmann

Zu den Top-10-Gemeinden im Aargau, die das Asylgesetz am klarsten angenommen haben, gehören auf der anderen Seite die Städte Aarau, Baden, Brugg und Lenzburg.

Auf der Asylgesetz-Befürworter gehörte im Aargau übrigens auch Oberwil-Lieli im Freiamt. Das mittlerweile landesweit bekannte Dorf von SVP-Asylhardliner Andreas Glarner folgte Sommarugas Asylgesetzrevision mit 51,93 Prozent Ja-Stimmen.

«Das Volk ist Sommarugas Propagandamaschine aufgesessen»: Andreas Glarner am Abstimmungssonntag im Gasthof zum Schützen in Aarau.

«Das Volk ist Sommarugas Propagandamaschine aufgesessen»: Andreas Glarner am Abstimmungssonntag im Gasthof zum Schützen in Aarau.

*In einer früheren Version war von 13 Aargauer Gemeinden die Rede.