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Diese 11 Grafiken zeigen: So hat sich die Coronavirus-Pandemie im Aargau seit Ausbruch entwickelt

Aktuell zählt der Aargau 81 aktive Corona-Fälle.

Aktuell zählt der Aargau 81 aktive Corona-Fälle.

Vor rund drei Monaten gab der Kanton Aargau die ersten Corona-Ansteckungen bekannt. Nach einem anfänglich rapiden Wachstum konnte das Virus unter Kontrolle gebracht werden. Die Kurve ist abgeflacht. Anders die Kurve der Arbeitslosen: Sie befindet sich auf dem höchsten Stand seit 10 Jahren. Eine Übersicht in Grafiken.

Drei Tage, nachdem der Bundesrat Grossveranstaltungen verboten hatte, meldete der Kanton die ersten beiden Fälle im Aargau. Innerhalb gut eines Monats stieg die Anzahl der positiv getesteten Fälle bis Ende März auf 626. In den ersten Tagen war der Zuwachs relativ langsam, es dauerte gut zwei Wochen bis zum 100. Fall. Danach stiegen die Zahlen rasant an, die stärkste Zunahme innert 24 Stunden war vom 24. auf den 25. März mit einem Plus von 53 Fällen zu verzeichnen. Über 600 aktive Fälle gab es im Aargau zu Spitzenzeiten. 

Seit Mitte April gehen die Ansteckungen zurück. Die Zahl der Geheilten, die der Kantonsärztliche Dienst schätzt, wächst. Im Mai wurden innerhalb 24 Stunden nie mehr als 10 Neuinfizierungen verzeichnet. Insgesamt 46 Personen sind seit Ausbruch an den Folgen des Coronavirus gestorben. Damit gibt es aktuell (Stand 28. Mai) noch 35 aktive Fälle. Die tiefen Fallzahlen erlauben der kantonalen Task Force eine Rückkehr zum Contact Tracing: Infektionsketten werden wieder rückverfolgt, Infizierte isoliert und Kontakte in Quarantäne gesteckt.

Für den Vollbildmodus klicken Sie in der Grafik oben rechts auf die drei Punkte und anschliessend auf das Bildschirm-Symbol.

Im interkantonalen Vergleich ist der Aargau mit insgesamt 1998 Fällen nur schwach von der Pandemie betroffen. Weniger stark wütete das Virus gemäss der kantonalen Task Force nur in den Kantonen Luzern, Zug, Solothurn, Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen. Auf 10'000 Einwohner gibt es im Aargau 17,71 bestätigte Infizierungen (Stand 28. Mai). Zum Vergleich: In Genf, wo verglichen zur Einwohnerzahl aktuell am meisten positive Tests vorliegen, liegt die Quote bei 103,83 – knapp sechs mal mehr. 

In einem Monat fast 1500 Arbeitslose mehr

Während die Kurve der Neu-Ansteckungen abflacht, steigen die Zahlen der Arbeitslosen. 12'865 Menschen waren im April bei den RAV als arbeitslos gemeldet, fast 1500 mehr als noch im März, und rund 3500 mehr als im selben Monat im vergangenen Jahr. Mit 3,4 Prozent liegt die Arbeitslosigkeit im Kanton minimal über den Schweizer Durchschnitt.

"Um ähnlich hohe Werte zu finden, muss man zehn Jahre zurück, als im April 2010 die Arbeitslosenquote bei 3,3 Prozent lag", schreibt der Kanton.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Stellenmarkt stark eingebrochen ist. Noch knapp 3000 offene Stellen wurden im März dem RAV gemeldet – fast 1000 weniger als noch im März.

Ende Mai befinden sich knapp 167'000 Personen in Kurzarbeit, das entspricht fast 45 Prozent der Erwerbstätigen im Aargau. Insgesamt wurden 10'662 Anträge auf Kurzarbeit bewilligt.

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