Delegiertenversammlung

Die «zähflüssige» Verwaltung ärgert die Hauseigentümer

Hansjörg Knecht, Nationalrat und Präsident des aargausichen Hauseigentümerverbandes

Hansjörg Knecht, Nationalrat und Präsident des aargausichen Hauseigentümerverbandes

An der Delegiertenversammlung der Hauseigentümer ärgert sich Präsident Hansjörg Knecht über die Aargauer Regierung. Er fordert schnellere Umsetzung von Aufträgen des Parlaments.

An der Delegiertenversammlung des Hauseigentümerverbands verschaffte sich Präsident Hansjörg Knecht Luft über die «Zähflüssigkeit» in der Verwaltung.

Konkret meinte Knecht den Umgang der Regierung mit, wie er es nannte, unliebsamen Aufträgen aus der Legislative.

Knecht verwies auf zwei vom Parlament überwiesene Vorstösse zur Änderung des Gesetzes über die Grundbuchabgaben.

Der Auftrag, rechtliche Grundlagen zu erarbeiten, damit bei allen Vorgängen im Grundbuch das Kostendeckungsprinzip angewendet werde, sei vor drei Jahren erfolgt, ohne dass sich in der Sache bisher Entscheidendes getan habe.

Knecht forderte den Regierungsrat auf, das Geschäft endlich an die Hand zu nehmen, damit nicht der Eindruck der Beliebigkeit im Umgang mit Aufträgen entstehe.

Die auf Bundesebene eingereichte Erbschaftssteuer-Initiative kommt für Knecht einem Etikettenschwindel gleich. Geworben werde mit schönen Worten wie «gerecht» und «moderat». In Wirklichkeit handle es sich um die plumpe Absicht, Steuern zu erhöhen und Finanzierungsprobleme der AHV zu kaschieren.

Fossiles Zeitalter nicht zu Ende

Gastreferent war ETH-Rektor Lino Guzzella, der zum Potenzial verschiedener Energieträger sprach. Guzzella nannte die Wasserkraft zur Stromerzeugung für die Schweiz ein «Naturgeschenk».

Windenergie, vorausgesetzt an den richtigen Standorten betrieben, biete grundsätzlich gute Werte. Der Lastfaktor liege durchschnittlich immerhin rund doppelt so hoch wie bei Photovoltaikanlagen.

In den Chor jener, die das Ende des fossilen Zeitalters als bald bevorstehend erachten, stimmt Guzzella nicht ein. Die Kohlereserven seien weltweit enorm. Kohle könne in flüssigen Treibstoff umgewandelt werden.

In den USA führe der Boom der Förderung von unkonventionellem Erdgas (Gewinnung durch sogenanntes «Fracking») zu einer Revolution am Energiemarkt.

Die USA schickten sich an, zum Nettoexporteur von Erdgas zu mutieren. Auch in Europa bescheinigt Guzzella derFördermethode eine lichte Zukunft, zumindest für die nächsten Jahrzehnte. (az)

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