Einst vom Mann zur Frau, jetzt von der Journalistin zur Regierungsrätin? Für Jil Lüscher wäre dies nicht die erste Verwandlung. «Ich bin mit Leib und Seele Aargauerin und finde den Aargau einen mega coolen Kanton», sagt sie gegenüber TeleM1. «Ich verspüre grosse Lust und grosse Leidenschaft diesen Kanton so mitzugestalten, dass wir auf ihn stolz sein können.»

Die neuste Kandidatin im Regierungsratskarussell ist allerdings politisch ein unbeschriebenes Blatt – und auch in keiner Partei. Aber Lüscher ist trotzdem optimistisch: «Ich habe Freunde die mich unterstützen, aber natürlich ist mein Budget kleiner als bei den Partei-Kandidaten.»

Als Jörg Lüscher geboren

Bekannt wurde Jil Lüscher durch ihr öffentliches Coming-Out. Sie liess sich von der Kamera begleiten, als sie sich umoperieren liess.

Politisch möchte sie aber nicht nur auf ihre Transsexualität reduziert werden: «Wenn ein Ex-Bodybuilder aus Graz Gouverneur von Kalifornien werden kann und ein Links-Autonomer Aktivist plötzlich Polizeichef von Zürich ist, wieso soll dann nicht ein Mensch mit einer Biografie wie ich, dazu beitragen, dass der Kanton Aargau in eine Zukunft geführt werden kann, auf die wir stolz sein können?»

Für grosse Plakatwerbung fehlt Jil Lüscher jedoch das Geld. Deswegen besteht ihre Werbung hauptsächlich aus Flyer verteilen. (hug)