Wahlen
Die SVP verliert Sitze in Aargauer Gemeinderäten

Nach dem «SuperSunday» vom 22.September fanden am Sonntag an einigen Orten weitere Wahlgänge statt. Dabei zeigte sich, dass die SVP in Aargauer Gemeinderäten Sitze verloren hat.

Thomas Röthlin
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Nicht alle Kandidierenden schafften den Sprung (wieder) in den Gemeinderat.

Nicht alle Kandidierenden schafften den Sprung (wieder) in den Gemeinderat.

Walter Schwager

In Aarau wurde Angelica Cavegn Leitner (Pro Aarau) zur Vizestadtpräsidentin ab 2014 gewählt. Regina Jäggi (SVP), die bereits im Stadtrat sitzt, machte nur 19 Stimmen weniger. Im ersten Wahlgang war Jäggi noch auf 314 Stimmen mehr als Cavegn gekommen. Erfolg war der SVP dafür in Muri beschieden. Dort ist das Vizeammannamt auch bald in Frauenhand: Milly Stöckli schaffte die Wahl ebenfalls im zweiten Anlauf, wo das relative Mehr genügt.

Im zweiten Wahlgang für die Legislatur 2014–17 in Brugg holte Willi Däpp (SP) den fünften Stadtratssitz. Er distanzierte Thomas Wymann (SVP) um 98 Stimmen. Im September war Däpp mit 15 Stimmen am absoluten Mehr vorbeigeschrammt.

Der siebte Gemeinderat von Wettingen heisst Philippe Rey (parteilos). Damit verliert die EVP ihren Sitz in der Exekutive, der noch bis Ende Jahr vom ehemaligen Nationalrat Heiner Studer gehalten wird. Die EVP-Kandidatin Helen Suter erhielt 220 Stimmen weniger als Rey. Neben ihr hatten auch die SVP und die BDP kandidiert.

In Rheinfelden war die Wiederwahl von Stadtammann Franco Mazzi (FDP) reine Formsache. Keine andere Partei beansprucht das Amt. Mazzi erhielt 2051 von 2242 gültigen Stimmen. Die Stimmbeteiligung war mit 34,7 Prozent tief.

Schliesslich noch der Blick nach Tägerig. Im Reusstaler Dorf hatten sich SVP und CVP einen schmutzigen Wahlkampf geliefert. Er fiel jetzt zuungunsten der dominierenden Volkspartei aus. Den vierten und fünften Gemeinderatssitz holte sie gestern nicht auch noch: SVP-Sprengkandidat Michael Mäder konnte die Wahl von CVP-Frau Helena Zimmermann nicht verhindern. Der parteilose und ebenfalls gewählte Christian Vogel gilt allerdings als SVP-genehm – und machte deutlich mehr Stimmen als Zimmermann.