Aargau

Die Staatsangestellten erhalten nicht mehr Lohn – das spart Millionen

Den Staatsangestellten im Aargau erhalten nicht mehr Lohn (Symbolbild).

Den Staatsangestellten im Aargau erhalten nicht mehr Lohn (Symbolbild).

Die Regierung ist im Grossen Rat mit dem Antrag auf eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 0,5 Prozent für das Staatspersonal ebenso unterlegen wie die SP mit 1 Prozent. Es obsiegte die SVP mit 0,0 Prozent. Das spart viel Geld.

Manfred Dubach (SP/Zofingen) setzte sich im Grossen Rat mit viel Verve für eine durchschnittliche Lohnerhöhung des Staatspersonals von 1 Prozent ein. Dies auch mit Blick auf die Privatwirtschaft und die Schwierigkeit des Kantons, bei zu tiefen Löhnen genug gute Leute zu finden.

Demgegenüber focht Maya Meier (SVP/Staufen) für 0 Prozent. Angesichts der Finanzlage müsste man gar eine Lohnsenkung beantragen, so Meier. Eine namhafte Inflation sei nicht absehbar. Auch das spreche für 0,0 Prozent.

Staatsangestellte erhalten nicht mehr Lohn – das spart Millionen

Staatsangestellte erhalten nicht mehr Lohn – das spart Millionen

0,5 Prozent kosten 6,1 Millionen

Kommissionspräsident Pascal Furer (SVP) wies darauf hin, dass in der Kommission der Antrag auf 0,5 gegenüber demjenigen für 0,0 knapp obsiegt habe. 0,5 Prozent entsprechen Kosten von etwa 6,1 Millionen Franken.

Finanzdirektor Roland Brogli betonte in der Debatte, auch ein Prozent wäre gerechtfertigt gewesen. Die durchschnittlichen Erhöhungen in der Schweiz betrügen 2014 zwischen 0,8 und 1,1 Prozent. 0,5 Prozent seien gerechtfertigt und wohlabgewogen. Brogli: „Wir sind auf tüchtiges und gut motiviertes Personal angewiesen." Mit einer Nullrunde würde der Aargau diesbezüglich zu einem Aussenseiter, mahnte Brogli. Der Rat hörte hier aber nicht auf ihn und beschloss mit 71:57 Stimmen genau dies.

Dieser Entscheid ist offensichtlich auch ein Stück weit als Ausgleich dafür zu werten, dass der Rat den Staatsangestellten beim Pensionskassendekret vor Wochenfrist entgegen gekommen ist.

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