Schinznach-Bad

Die Pro Senectute bringt mit Sportfest Schwung ins Alter

Rund 600 Senioren pilgerten zum diesjährigen Sportfest der Pro Senectute Aargau – mit dem Auto, aber auch zu Fuss und selbst auf dem Mountainbike. Belohnt wurden sie mit Kursen in Zumba, Qi Gong und Aquafit.

Betagt ist anders: Schon um 8 Uhr morgens tritt eine Gruppe Senioren aus Zofingen in die Pedalen. Das Ziel: 70 Kilometer weit strampeln, bis nach Schinznach-Bad. Als leisteten sie nicht schon genug, begegnen die Senioren am Sportfest erstmals den Sportarten Qi Gong und Zumba Gold. Für viele von ihnen waren diese vor kurzem noch Fremdwörter.

Die Geselligkeit geht vor

Die beiden Sportarten sind in der Schweiz gerade hoch im Kurs. Daneben können sich die rund 600 Senioren im Linedance üben, zum Tennisschläger greifen oder mit Elektrovelos über die Landschaft fliegen.

Trotz all dieser Angebote ist Zumba dieses Jahr die beliebteste Sportart: 80 Senioren schwingen zu Tango und Merengue das Tanzbein. «Ich habe noch nie davon gehört und war dementsprechend überfordert», gesteht ein Rentner aus Berikon. Spass habe es ihm trotzdem bereitet.

Im Schwimmbecken nebenan kämpfen sich zwei Dutzend Senioren durch das Wasser; sie sind gerade auf Tuchfühlung mit dem Aquafit. Ihnen ist die Geselligkeit offenbar wichtiger als der Sport – sehr zum Leidwesen der beflissenen Instruktorin.

«Es ist ebenso ein Gemeinschaftsanlass wie ein Sportfest», sagt Melanie Blättler, Sportverantwortliche bei Pro Senectute. «Zudem können die Senioren einerseits neue Sportarten, andererseits die Pro Senectute selbst kennenlernen.» Dass manche der Senioren – der älteste ist fast 90 Jahre alt – noch blutige Anfänger sind, sei unwichtig. «Der Spass steht heute klar an erster Stelle.»

«Grenzenlose Möglichkeiten»

Seine Aufwartung am Fest macht auch Landammann Alex Hürzeler. Der Ehrengast lobt die Senioren für ihr sportliches Engagement. «Ihr seid die erste Generation, die auch im Alter noch sportlich aktiv bleibt. Eure Möglichkeiten sind dabei nahezu grenzenlos», sagt der Bildungsminister. Daher sei es ihm eine besondere Freude, dass sein Departement den Anlass finanziell unterstütze. So liess das BKS Geld aus dem Swisslos-Fonds der Pro Senectute zukommen.

Diese organisiert den Anlass seit nunmehr 15 Jahren – und verzeichnet seither stets zunehmende Teilnehmerzahlen. «In der Agenda vieler Senioren hat das Sportfest einen festen Platz», so Blättler. Sie bestätigt bereits, dass das Fest nächstes Jahr wieder stattfinden wird – und zwar im selben Zeitraum.

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