Notruf
Die Polizei hatte zum Jahreswechsel alle Hände voll zu tun

Über Neujahr waren die Aargauer Polizisten und Polizistinnen vor allem mit Einbruchdiebstählen und Streitereien beschäftigt. Bei Suhr brannte zudem ein Peugeot eines Automobilisten vollständig aus, nachdem er auf dem Pannenstreifen anhalten musste.

Merken
Drucken
Teilen
Das ausgebrannte Auto eines Zürcher Automobilisten bei Suhr.Kapo

Das ausgebrannte Auto eines Zürcher Automobilisten bei Suhr.Kapo

Um 18.35 Uhr an Silvester kollidierte in Baden an der Mellingerstrasse ein Nissan-Fahrer, ein 69-jähriger Schweizer, mit zwei Personen. Diese wollten gerade die Strasse via Fussgängerstreifen überqueren. Eine 70-jährige Frau wurde leicht, ihr 76-jähriger Ehemann mittelschwer verletzt ins Spital gebracht. Die Polizei sucht Augenzeugen (Tel. 062
886 88 88).

Um 20.50 Uhr verursachte eine alkoholisierte 51-jährige Aargauerin einen Selbstunfall in Aarau und prallte in einen Signalpfosten. Die Polizei nahm ihr nach einer Blutprobe den Führerausweis ab. In Lenzburg kam es um 23.15 Uhr zu einer Auffahrkollision mit einer verletzten Person und Sachschaden von 20000 Franken. Als Ursache steht ein medizinisches Problem eines Automobilisten im Vordergrund.

Kurz nach 1 Uhr geriet in Lenzburg, Ammerswilerstrasse, eine Toyota-Fahrerin in ein Bachbett. Sie wurde verletzt ins Spital eingeliefert. Sie dürfte sich unter Alkohol-/Medikamenteneinfluss ans Steuer gesetzt haben.

Selbstunfall und Folgeunfall

Nachdem ein 27-jähriger Autofahrer am 2.Januar um 6 Uhr früh auf der A1 einen Selbstunfall verursacht hatte, kam es zu einer Folgekollision mit dem Unfallfahrzeug. Der junge Mann verletzte sich leicht. Es gelang ihm, sich rechtzeitig aus dem beschädigten Auto zu befreien, bevor der zweite Unfall passierte. Der Sachschaden beträgt 25000 Franken. Als Unfallursache stehen Übermüdung und Alkoholeinfluss im Vordergrund. Die Polizei nahm ihm den Führerausweis nach der Blutentnahme ab.

Opfer mit über 2,2 Promille

Ein Dutzend Mal rückten Kräfte der Kantons- bzw. Regionalpolizeien an tätliche Auseinandersetzungen aus. Oft waren es alkoholisierte Leute, die sich anlässlich von öffentlichen oder privaten Feiern wegen Bagatellen in die Haare geraten waren. Mehrfach wurden dabei Fäuste eingesetzt. In allen Fällen blieb es bei oberflächlichen, geringen Verletzungen. Der «Rekordhalter» bezüglich Alkoholeinfluss war ein 22-jähriger Schweizer, der in Brugg um 4.40 Uhr Opfer einer tätlichen Attacke wurde und laut Atemlufttest einen Wert von über 2,2 Promille aufwies.

Einbruchdiebstähle

In neun Fällen rückten Polizeipatrouillen nach Einbruchdiebstählen in private Wohnobjekte Gebenstorf, Stein, Umiken, Wettingen, Baden (vgl. Bericht über Einbruch bei Nationalrat Luzi Stamm im Inlandteil), Turgi, Gipf-Oberfrick aus. Schaden und Deliktssumme betragen mehrere tausend Franken. In Ennetbaden fielen am Neujahrstag zwei verdächtig erscheinende junge Männer in einem Wohnquartier auf. Einen konnte die Polizei innert Kürze festnehmen. Wie sich herausstellte, beging der erst 15-jährige, abgewiesene libysche Asylbewerber zwei Diebstähle aus Personenwagen. Er wurde vorläufig festgenommen und wird bei der Jugendanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Der zweite unbekannte Mann, zirka 20-jährig, schlank mit schwarzer Lederjacke, konnte unerkannt verschwinden.

Mehrfach häusliche Gewalt

Vier Mal ereigneten sich Auseinandersetzungen zwischen Ehepaaren oder Familienangehörigen. In Mägenwil musste ein junger Mann nach einem Streit mit seiner Partnerin
für einige Tage polizeilich aus der Wohnung gewiesen werden. Im Freiamt setzte eine junge Frau am frühen Neujahrsmorgen sogar einen Haarspray gegen ihren Freund ein.
In zwei Fällen kommt es zu einer Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft. (mku)