Serie Organspende
Die Organe ihres Sohnes haben fünf Menschen das Leben gerettet

Es ist das Schlimmste, was Eltern passieren kann. Andreas und Beatrice Heller verlieren völlig unerwartet ihren 16-jährigen Sohn Moses. Sie entschliessen sich, die Organe des Jungen zu spenden und retteten damit fremden Menschen das Leben.

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Als Moses im März 2012 vom Training nach Hause kommt, beklagt sich der Teenager über Kopfschmerzen. Zwei Tage später werden seine Hände taub. Mutter Beatrice fährt mit ihm in die Aarauer Kinderklinik zur Abklärung.

Dort die Schockdiagnose: In Moses' Gehirn finden die Ärzte ein riesiges Aneurysma und stellen mehrere Gehirnblutungen fest. Dem 16-Jährigen geben sie nur wenige Chancen. Moses stirbt am 8. März 2012, vier Tage nachdem die ersten Symptome aufgetreten sind.

Leben auf der Warteliste

In der Schweiz warten aktuell 1270 Menschen auf eine Organspende. Tele M1 zeigt in einer Doku-Serie die Schicksale von Betroffenen.

«Das war der Tag, der alles verändert hat», erinnert sich Beatrice Heller. Moses' Vater beschreibt den Verlust: «Am 8. März verlor ich meinen Sohn, meinen besten Freund, mein grösstes Vorbild.»

Schwieriger Entscheid

Die Eltern sehen sich vor die Wahl gestellt, ob sie die Organe ihres Kindes spenden wollen oder nicht. Sie entscheiden sich entgegen aller Zweifel für eine Spende.

Ein letztes Mal können sich Hellers von Moses verabschieden. «Wir haben noch mal mit ihm gesprochen, ihm gesagt, wie wichtig er gewesen ist», sagt Beatrice Heller.

Augen nicht gespendet

Nach dem die Ärzte den Hirntod bestätigt haben, entfernen sie Nieren, Leber und Lunge. Nur die Augen wollen die Eltern nicht spenden. «Das hat für uns einfach nicht gestimmt», erklärt Andreas Heller den Entscheid.

Seit dem Tod ihres Sohnes ist über ein Jahr vergangen. Die Eltern versuchen so gut es geht, den Verlust zu verarbeiten. Ein kleiner Trost: Die Organe ihres Sohnes haben fünf Menschen das Leben gerettet.

Sehen Sie am Donnerstag die dritte Folge aus der Doku-Reihe «Leben auf der Warteliste» hier und auf Tele M1. (cze)