Hundegesetz
Die Hälfte der Aargauer Kampfhunde ist noch nicht registriert

Das neue Hundegesetz im Kanton schreibt vor, dass Besitzer eines Hundes mit erhöhtem Gefährdungspotenzial diesen anmelden müssen. Am Mittwoch läuft die Frist ab. Bis jetzt hat sich jedoch erst etwa die Hälfte der Hundebesitzer beim Kanton gemeldet.

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Pit Bull Terrier ist einer der Hunderassen die angemeldet werden müssen.

Pit Bull Terrier ist einer der Hunderassen die angemeldet werden müssen.

Keystone

Seit dem 1. Mai dieses Jahres gilt im Kanton Aargau ein neues Hundegesetz. So muss jeder, der einen Hund mit erhöhtem Gefährdungspotenzial besitzt, diesen anmelden und eine Prüfung absolvieren. Mit diesem Gesetz werden die Hundebesitzer mehr in die Pflicht genommen.

Bis jetzt haben rund 400 Personen ihren Hunde angemeldet. «Das ist erst etwa die Hälfte der Hunde mit Gefährdungspotenzial», sagt Erika Wunderlin, Kantonstierärztin gegenüber Radio Argovia.

Alle Hundebesitzer die einen Hund mit erhöhtem Gefährdungspotenzial besitzen, müssen nebst dem obligatorischen Sachkundenausweis auch noch einen speziellen Hundeerziehungskurs absolvieren sowie eine Prüfung über die erworbenen Fähigkeiten ablegen.

Es gibt Bussen

Wer sich nicht beim Kanton meldet, kann gemahnt werden. Falls sich der Hundebesitzer dann immer noch nicht anmeldet, kann er gebüsst werden.

Es müssen aber natürlich nicht alle Hunde angemeldet werden. Im Aargau besitzt nämlich jeder 15. einen Hund. «Ich denke nicht, dass der Hund ein grundsätzliches Problem für die Bevölkerung ist», meint auch Kantonstierärztin Erika Wunderlin.

Eine Liste mit den Hunderassen die Gefährdungspotenzial aufweisen, darunter sind zum Beispiel der Pit Bull Terrier oder der Rottweiler, finden Sie auf der Website des Kanton Aargau. (jgr)