Vor vier Tagen startete der «Radio-Inside»-Moderator Larry Lüscher mit seiner Dauermoderation. Bis am Freitag will er durchhalten. Gelingt ihm dies, ist er mit 200 Stunden Dauermoderation neuer Weltrekordhalter.

Ein schwieriges Vorhaben. Zwar hat Larry bereits die Hälfte geschafft, doch die Müdigkeit nimmt mit jedem Tag zu. «Ich bin mir nicht sicher, ob ich es durchhalte», sagt er am Montag auf Anfrage.

Dennoch bleibt er motiviert: «Ich will es unbedingt schaffen.» Zwar mache ihm die Müdigkeit zu schaffen, gesundheitlich sei aber alles im grünen Bereich. Nur etwas Husten habe er und unterdessen eine heisere Stimme.

Kompensieren für Schlaf

Pro Stunde darf er sich fünf Minuten Pause gönnen. Ab und an verzichte er für vier Stunden auf eine Pause – dann nämlich darf er kompensieren und könne 20 Minuten schlafen. «Ich bin dann sofort weg», sagt er. Nach dem Aufwachen sei er im ersten Moment etwas verwirrt, aber danach gehe es wieder besser.

Etwas motiviert Larry besonders: Der 20-jährige Moderator erhält Anrufe und Zusprüche aus der ganzen Schweiz. Ob in Zürich, Bern, der Innerschweiz oder dem Thurgau – überall verfolgen Hörer den Weltrekordversuch.

Müdigkeit wird sichtbar

Am 26. Februar, punkt sechs Uhr, begann er ausgeschlafen und voller Energie. Nach vier Tagen sieht es jedoch anders aus, wie ein Beitrag von Tele M1 (siehe Video oben) zeigt: Larry wirkt müde, in den Moderationspausen braucht er Sauerstoff.

Der Schlafmangel wirkt sich auf seine Arbeit aus: «Ich kann nicht garantieren, was ich im Moment erzähle», sagt er zu Tele M1. Bei der Anmoderation von Songtiteln hat er Mühe, die englischen Namen korrekt auszusprechen.

Die Strapazen zeichnen sich auch an seinem Äusseren ab. Samariter prüfen deshalb regelmässig seinen Gesundheitszustand. Käthi Däster zeigt sich besorgt: «Er macht einen müden Eindruck, was auch sein Blutdruck bestätigt.»

Ernährungsplan einhalten

Zeit zum Essen bleibt kaum – seine Pasta muss Larry in weniger als fünf Minuten verdrücken. Larrys Chef unterstützt ihn und prüft, ob er den ausgefeilten Essensplan einhält.

Es sei alles genau gegliedert, wann er welche Nahrungsergänzung zu sich nehmen müsse, sagt David Kaufmann. Am Mittag gibt es etwa einen Löffel Omega-3 Fischöl.