Wetterwechsel
Die Gewitter kühlten die Gemüter ab

Am Wochenende kam es weder zu Unfällen, Schlägereien noch zu Hitzeschlägen. Aussergewöhnlich war aber allein die Zahl von Unruhestörungen: Die Polizei musste 28-mal ausrücken.

Adrian Hunziker
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Ein Gewitter ist im Anzug.

Ein Gewitter ist im Anzug.

Keystone

Am Samstag stieg das Thermometer fast überall im Aargau weit über 30 Grad. Die Besucherinnen und Besucher der verschiedenen Jugendfeste und anderen Anlässe im Kanton Aargau konnten das schöne Wetter in vollen Zügen geniessen. Und obwohl die Hitze wohl vielen zu schaffen machte, kam es zu keinen schlimmeren Vorfällen. «Wir haben ein normal strenges Wochenende zu verzeichnen. Es gab statistisch gesehen keine Ausreisser», sagt Marco Bellafiore, Mediensprecher des Kantonsspitals Baden (KSB). Da es nur kurz sehr schnell heiss wurde, hatte das KSB keine Hitzeschläge zu behandeln. «Die Gefahr für Überhitzungen steigt, je länger es mehrere Tage hintereinander heiss ist», so Bellafiore.

Auch das Kantonsspital Aarau hatte keine speziellen Vorkommnisse zu verzeichnen, wie es auf Anfrage der az Aargauer Zeitung hiess.

Party hineinverlagert

Den Wetterwechsel spürte die Aargauer Kantonspolizei. «Wenn es Gewitter mit Regen und Hagel gibt, gehen die Leute hinein. So sind viel weniger Personen auf der Strasse unterwegs», sagt Roland Pfister, Infochef der Aargauer Kantonspolizei.

Die Gemüter der Aargauer Bevölkerung scheinen sich mit den Gewittern abgekühlt zu haben. So kam es am vergangenen Wochenende zu keinen Unfällen auf den Aargauer Strassen. Dies ist doch eher ungewöhnlich, da an anderen Wochenenden vier bis fünf Unfälle nicht ungewöhnlich sind. «Hingegen hatten wir viele Unruhestörungen zu verzeichnen. Das ist nur logisch, wenn die Partygänger anstatt auf der Strasse zu Hause weiterfeiern», so Pfister. Es sei aber auch davon abhängig, wie heikel die Nachbarn seien. Früher habe man sich direkt an die Unruhestifter gewandt, heute werde vermehrt die Polizei angerufen, erklärt Pfister weiter.

Regionalpolizei rückte oft aus

In der Samstag- und Sonntagnacht rückten die Regionalpolizeien wegen 27 respektive 28 Meldungen von Ruhestörung aus. Zudem wurden der Polizei in der Nacht von Freitag auf Samstag 13 Fälle von tätlichen Auseinandersetzungen gemeldet.

«Eine Schlägerei soll sich am Mellinger Gassenfest abgespielt haben. Doch als die Polizei knapp zehn Minuten später ankam, hatte sich die Situation scheinbar bereits beruhigt und geklärt», sagt Pfister. In der Nacht auf Samstag kam es zu weiteren zehn Streitereien, die alle glimpflich abliefen.

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