Tötungsdelikt Hausen

Die getöteten Frauen fanden ihre letzte Ruhe in ihrer Heimat

Die beiden in Hausen erstochenen Schwestern wurden in ihrer Heimat beerdigt. Die Transportkosten soll die Opferhilfe übernommen haben.

Am 8. Januar sterben in Hausen zwei Schwestern. Sie wurden erstochen. Der 54-jährige Ehemann des einen Opfers sitzt seither als Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Albanische Onlinemedien berichten, dass die beiden Schwestern am Donnerstag in ihrer Heimat beerdigt wurden. Die Kosten für den Transport der Leichen soll gemäss AZ-Informationen die Opferhilfe übernommen haben.

Susanne Nielen Gangwisch, Stellenleiterin der Opferhilfe Aargau Solothurn, äussert sich nicht zu einzelnen Fällen. Sie sagt aber: «Im Rahmen der Entschädigungen haben Opfer Anspruch auf Kosten für die Beerdigung und den Transport der Toten in die Heimat, wenn es ihre finanzielle Situation nicht erlaubt, diese Kosten selber zu tragen.»

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Unterstützung von der Opferhilfe gebe es nur auf Gesuch. Dass die Opferhilfe den Transport der Leichen in die Heimat übernimmt, sei sehr selten: «Wir haben alle paar Jahre einen bis zwei solche Fälle», sagt Susanne Nielen Gangwisch.

Geld beim Täter zurückfordern

Über die Höhe der Kosten eines solchen Transports kann Susanne Nielen Gangwisch nichts sagen: «Das hängt davon ab, wohin die Toten gebracht werden.» Die Opferhilfe ermögliche jedoch keine Luxusvarianten. Das gelte auch für die Bestattungskosten.

Damit die engsten Angehörigen an der Beerdigung in der Heimat dabei sein können, könne es sein, dass auch deren Reisekosten von der Opferhilfe getragen werden. «Das wird in jedem Fall einzeln geprüft», sagt Susanne Nielen Gangwisch. Grundsätzlich gelte, dass nach Möglichkeit das Geld beim Täter oder bei der Täterin zurückgefordert werde.

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