Alkohol am Steuer

«Die Gesundheit der Freiwilligen hat Priorität»: Nez Rouge Aargau fährt 2020 keine Angetrunkene nach Hause

Auch die umliegenden Kantone haben sich für eine Absage der Aktion entschieden.

Auch die umliegenden Kantone haben sich für eine Absage der Aktion entschieden.

Der Heimfahrdienst im Rahmen der Präventionskampagne von Nez Rouge Aargau findet coronabedingt nicht statt. Mit dieser Massnahme soll die Gesundheit der freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer geschützt werden.

Wer zu viel getrunken hat, soll selber nicht mehr nach Hause fahren. Bis anhin haben freiwillige Fahrerinnen und Fahrer der Aktion Nez Rouge Menschen nach dem Ausgang, nach Anlässen und Feiern sicher nach Hause gebracht. Damit sollten Unfälle durch Trunkenheit am Steuer verhinder werden.

Die grösste Nez Rouge Sektion wäre dieses Jahr in die 27. Runde gegangen. Die Aktion musste aber wegen des Coronavirus abgesagt werden, schreiben die Verantwortlichen von Nez Rouge Aargau. Auch die umliegenden Kantone haben sich für eine Absage entschieden.

Mit diesem Entscheid sollen die freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer geschützt werden. «Nachts mit einer Schutzmaske zu fahren und das erst noch in einem fremden Auto und mit Fahrgästen, die durch den Alkohol etwas enthemmter sind als sonst, sind keine optimalen Voraussetzungen», so Heinz Fehlmann, Präsident von Nez Rouge Aargau in einer Mitteilung vom Dienstag.

Der Aargauer Bevölkerung wird geraten, nach dem «Designated Driver»-Prinzip zu handeln. Innerhalb der jeweiligen Gruppe soll bereits am Anfang des Abends entschieden werden, wer fährt. Diese Person soll entsprechend auf Alkohol verzichten. So könne eine sichere Fahrt auch ohne den Heimfahrdienst gewährleistet werden.

Nach der erfolgreichen Aktion im letzten Jahr, hoffen Heinz Fehlmann und sein Team 2021 wieder fahren zu können. (wue)

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