Wiliberg
Die Gemeinde, in der noch zwei Drittel an die Urne gehen

In Wiliberg, der Wohngemeinde von SVP-Regierungsrats-Kandidat Thomas Burgherr zog es die Stimmberechtigen in Scharen an die Urne. Zwei Drittel gingen wählen, mehr als doppelt so viele wie im ganzen Kanton.

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Zwei Drittel der Wahlberechtigten gingen in Wiliberg an die Urne.

Zwei Drittel der Wahlberechtigten gingen in Wiliberg an die Urne.

Aargauer Zeitung

Bei 31,9 Prozent lag die Wahlbeteiligung im Kanton Aargau. 395 773 Aargauerinnen und Aargauer wären wahlberechtigt gewesen. Doch wählen gingen nur 126 413. Am besten schnitt noch der Bezirk Zurzach ab. Dort gingen 36.8 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne. Somit liegt Zurzach fast 5 Prozent über dem Aargauer Mittel, was die Bezirke betrifft. Wenn es ein Hoch gibt, muss es auch ein Tief geben. Dieses findet sich im Bezirk Rheinfelden. Dort wählten nur 27.7 Prozent der Bürgerinnen und Bürger.

Wenn man die verschiedenen Gemeinden im Aargau betrachtet, ist der positive Spitzenreiter Wiliberg, die Wohngemeinde von Thomas Burgherr. Dort gingen von 132 Wahlberechtigten 87 an die Urne, was einer Beteiligung von sagenhaften 65,9 Prozent entspricht. Vorteile hat es Burgherr keine gebracht, machte doch Konkurrentin Susanne Hochuli bei den Regierungsratswahlen am Schuss gleich viele Stimmen wie Burgherr, nämlich 53.

Der Burgherr-Effekt

Wiliberg war die einzige Gemeinde im Aargau, in der mehr als 50 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne ging. Am zweit höchsten war die Beteiligung in Leuggern mit 48,5 Prozent. In Bettwil gingen 47 Prozent an die Urne. Hier mobilisierte die Wähler das verhinderte Asylzentrum und der Umstand, dass der standhafte Gemeindeammann Wolfang Schibler für den Grossrat kandidierte und auch gewählt wurde.

Klar über dem Schnitt liegen auch Habsburg (45,8), Mellikon (44), Beinwil (43,8), Biberstein (43,7), Gansingen (43,5) und Riniken (43,4).

Politikverdrossenheit im Fricktal

Am grössten ist die Politik-Verdrossenheit in Mumpf, wo nur noch 16,8 Prozent an die Urne gingen. In Sisseln waren es 19,5 Prozent, es folgen Spreitenbach (20,4), Abtwil (21,1) und Auw (21,1). (ahu/rsn)