Standort-Qualität
Die Credit Suisse sagt: Der Aargau verliert an Attraktivität

Der Kanton Zug ist für Firmen weiterhin der attraktivste Standort. Zu diesem Befund kommt die Grossbank Credit Suisse. Der Aargau ist etwas weniger attraktiv als auch schon. Die Region Baden ist aber eine Topadresse für Unternehmen.

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Luftaufnahme von Baden. Die Region ist die vierattraktivste der Schweiz.

Luftaufnahme von Baden. Die Region ist die vierattraktivste der Schweiz.

Niklaus Wächter

Die Credit Suisse (CS) erklärt den Kanton Zug zum attraktivsten Standort für Unternehmen. Mit tiefen Steuern, einer guten Verkehrslage sowie einer hohen Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern biete der Zentralschweizer Kanton die besten Voraussetzungen.

Die Innerschweiz verfüge wegen der vergleichsweise tiefen Steuerbelastung von Firmen und Privatpersonen über generell gute Voraussetzungen, schreiben die CS-Experten in einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse. Zürich, Aargau und die beiden Basel glänzten hingegen mit ihrer Verkehrsanbindung und den Beschäftigten.

Zürich folgt denn auf Platz zwei, gefolgt von Basel Stadt und Schwyz. Der Kanton Aargau rutscht in der Studie innerhalb eines Jahres auf den fünften Rang ab. Er bleibt als Standort aber attraktiv, Basel und Schwyz haben aber zugelegt und den Aargau überrundet. Hauptgrund für den Rutscher: Die Bank hat neue Kriterien in ihre Studie eingebaut, so werden neu auch die Staus auf Strassen und Schienen mitberücksichtigt. «Die bisherige Standortqualität des Kantons Aargau hat sich nicht verändert», beruhigt ein Studienautor.

Der Aargau punktet aber mit einer Top-Region, nämlich Baden. Für die Banker ist Baden die viertattraktivste Wirtschaftsregion der Schweiz, nach der Stadt Zürich, der Lorzenebene und Ennetsee am Zugersee und dem Glatttal.

Gut bewertet werden auch die Regionen Mutschellen (Rang 14), Brugg/Zurzach (24), Aarau (25), Fricktal (27) und Freiamt (30).

Die Attraktivität der Kantone auf den Spitzenplätzen hängt zusammen mit der Nähe zum Flughäfen. Kritik gibt es aber für Zürich wegen der überlasteten Infrastruktur. Die Staus auf den Einfallstrassen haben da einen negativen Einfluss, wie die CS weiter ausführt. (rsn/fhm)

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