Gigathlon-Zeltlager im Aarauer Schachen (Foto: Sandra Ardizzone)

Gigathlon in Aarau (Foto: Sandra Ardizzone)

Im Sommer war der diesjährige Gigathlon in Aarau stationiert.Hunderte Zelte reihten sich auf der Schachenwiese aneinander. Topmotiviert gingen die Gigathleten an den Start, absolvierten Schwimm-, Inline-Skating-, Lauf-, Bike- und Rennvelostrecken. Nach zwei Tagen kamen die Athleten im Ziel in Aarau an – glücklich, aber meist am Ende ihrer Kräfte. Ich durfte Zeugin sein, wie ein Athlet vor seiner Partnerin auf die Knie ging und sie frage: «Willst du mich heiraten?» Der Sport kann wunderschöne Geschichten schreiben.

Aufstand der Anständigen in Aarau (Foto: Chris Iseli)

Aufstand der Anständigen in Aarau (Chris Iseli)

Am 22. September war ganz Aarau, ja war der ganze Aargau gespannt auf das, was für 18 Uhr angesagt war: auf den «Aufstand der Anständigen». Eine noch nie dagewesene Allianz aus Politikern, Hilfswerken und Kulturbetrieben hatte zu einem Protestmarsch gegen Fremdenfeindlichkeit und für einen offenen Aargau aufgerufen. Sie rechnete mit 1000 Teilnehmern, doch es kamen über 3500.

Am Spitex-Tag zu Besuch beim MS-kranken Martin Bolli aus Uerkheim (Foto: Mario Heller)

Am Spitex-Tag zu Besuch beim MS-kranken Martin Bolli aus Uerkheim (Mario Heller)

Sie waren ein Liebespaar. Taten Dinge, die andere Paare auch tun. Sie heirateten, hatten Kinder. Dann wurde Martin Bolli aus Uerkheim MS-krank. Heute sitzt er im Rollstuhl, seine Frau Rosmarie pflegt ihn zu Hause. Das Glück des Paares ist fragil, aus Anlass des Spitex-Tages im September sagte er: «Ich lebe jeden Tag, als wäre es mein letzter.» Foto: Mario Heller

32 Tonnen Beton schweben durch die Luft. (Foto: Eddy Schambron)

Betonelement

Das 32 Tonnen schwere Betonelement, das im April auf der Ostseite des ehemaligen Bahnübergangs in Boswil für eine Fussgängerunterquerung niedergelassen wurde, steht sinnbildlich dafür, dass das obere Freiamt sozusagen eine Baustelle ist. Und für eine längere Zeit bleiben wird. Neben zahlreichen Wohnbauten und ganzen Arealüberbauungen steht die Sanierung wichtiger Strassenabschnitte an – zum Beispiel gegenwärtig die Zürcherstrasse in Muri, bald die Luzernerstrasse ebenfalls in Muri, in absehbarer Zukunft die Umfahrung in Sins. Auch die Strecke der SBB zwischen Wohlen und Muri wird erheblich erweitert, um den heutigen und künftigen Verkehr bewältigen zu können.

Der ehemalige Gasthof Sternen in Menziken wurde zur kantonalen Asylunterkunft (Foto: Rahel Plüss)

Sternen

Für grossen Unmut im Oberwynental sorgte nicht nur die Tatsache, dass der ehemalige Gasthof Sternen in Menziken zur kantonalen Asylunterkunft wurde. Man monierte die ungerechte Verteilung der Flüchtlinge im Allgemeinen und die unsensible Vorgehensweise des Departements Hochuli bei der Anmietung der Liegenschaft im Speziellen. Doch es gab und gibt auch die anderen Kräfte: Zehn Freiwillige haben im Sommer Deutschkurse und weitere Integrationsangebote für Asylsuchende in Menziken lanciert. Ab Neujahr wird das Projekt auf Reinach ausgeweitet.

Der «Edelweiss»-Zeppelin startet beim Flugplatz Birrfeld.(Foto: Michael Hunziker)

Zeppelin

Wie ein König an Bord des Giganten am Himmel – was für ein fantastischer Ausblick, was für ein unvergessliches Erlebnis! Mit 75 Metern Länge ist er grösser als ein Airbus A 380, in der Kabine finden aber nur gerade zwölf Passagiere Platz: Ein erlesener Kreis ist im August beim Flugplatz Birrfeld bei prächtigem Wetter in den Genuss eines Rundflugs mit dem «Edelweiss»-Zeppelin gekommen. Was für ein Gefühl von Schwerelosigkeit!

Zauberflöte im Schloss Hallwyl (Foto: Chris Iseli)

Zauberflöte im Schloss Hallwyl

Opernzauber im Schloss Hallwyl. «Ein Mädchen oder Weibchen, wünscht Papageno sich! O so ein sanftes Täubchen, wär Seligkeit für mich!» Mozarts «Zauberflöte» wurde als fünfte Oper im Hof von Schloss Hallwyl aufgeführt. Der Wunsch von Vogelhändler Papageno (Mitte) erfüllte sich – und die rund 12 000 Zuschauer freuten sich über die originelle Inszenierung mit hochstehenden Protagonisten in idyllischer Umgebung.

Annemarie Martin aus Nussbaumen sammelt Müll an der Limmatpromenade auf.(Foto: Sandra Ardizzone)

Abfalldame

An der Limmatpromenade in Baden sammelt Annemarie Martin aus Nussbaumen den Müll auf, den andere achtlos liegen lassen. So will sie mit gutem Beispiel vorangehen und etwas für die Umwelt tun. Von den az-Lesern erhielt sie viel Lob und Dank. Einige Leser wollten der Nussbaumerin sogar helfen, woraufhin sie es an die Hand nahm, eine IG für Abfall-Sammelaktionen zu organisieren.

Schweizer Taucher finden ein deutsches Polizeiauto im Rhein (Foto: ZVG)

Polizeiauto

Es war die Sommerposse schlechthin: Im Juni 2013 verlor die deutsche Polizei einen Streifenwagen. Zwei Jahre später findet Hobbytaucher Michael Tschannen den versunkenen Wagen. Wenige Tage später wird das Autowrack aus dem Rhein geborgen – mithilfe der Schweizer Armee.

Barbara Vigfusson(Foto: Sandra Ardizzone)

Barbara Vigfusson

Es ist ein grossartiges Gefühl, wenn zu Porträtierende uns Fotografen voll vertrauen. Wie an diesem stürmischen Abend in Brugg: Ich wollte Barbara Vigfusson, die 2016 einen Tag zu Ehren des Brugger Komponisten Friedrich Theodor Fröhlich organisiert, unbedingt in der Fröhlichstrasse fotografieren. Dass die Musikerin bei solch garstigem Wetter mitmachen würde, damit hätte ich nicht gerechnet. Entstanden ist ein Porträt, auf das ich wegen der mystischen Stimmung stolz bin.

Die Freiämter Band Gägestill wollte ein spezielles Bild für ihre Plattentaufe.(Foto: Dominic Kobelt)

Die Freiämter Band Gägestill

Die Freiämter Band Gägestill kam mit einer besonderen Idee zu mir: Weil das Foto auch als Flyer für die Plattentaufe dienen sollte, durften Kolleginnen und Kollegen den Bandmitgliedern Wasser über den Kopf leeren – ganz im Sinne einer Taufe. Entstanden ist dann eben: dieses Foto.

Multikulturelle Tänze am Dorffest der Oberwynentaler Gemeinde Burg. (Foto: Peter Weingartner)

Mulitkulti Dorffest

Am Dorffest der Oberwynentaler Gemeinde Burg tanzten auch Albaner, Italiener, Deutsche und Brasilianer mit. Die kleine Gemeinde mit einem Ausländeranteil von rund 35 Prozent hatte ihr Fest unter das Motto «Integration» gestellt – mit grossem Erfolg.

Der Grenzübergang in Koblenz wurde so stark benutzt wie nie zuvor und so etwas wie ein Mahnmal. (Foto: Samuel Buchmann)

Grenzübergang

Grenzwärtig: Das Zurzibiet litt 2015 noch stärker als andere Regionen unter den veränderten Rahmenbedingungen. Starker Franken, Einkaufstourismus oder leere Geschäfte machten dem Handel schwer zu schaffen. Der Grenzübergang in Koblenz wurde so stark benutzt wie nie zuvor und so etwas wie ein Mahnmal.

Peter Blöchlinger erlag drei Monate nach seinem Rücktritt als VR-Präsident der Stadtcasino Baden AG seiner Krankheit. (Foto: Alex Spichale)

Peter Blöchlinger

Mitte Juni leitete Peter Blöchlinger zum letzten Mal als VR-Präsident der Stadtcasino Baden AG durch die Generalversammlung. Er tat dies gewohnt souverän und wie immer mit viel Humor und Charme. Dass Blöchlinger bereits an einer schweren Krankheit litt, sah man ihm nicht an. Keine drei Monate später erlag er nur 68-jährig seiner Krankheit.

Simon Schmid rannte in knapp 60 Stunden von Romanshorn nach Genf.(Foto: Michael Hunziker)

Simon Schmid

Simon Schmid rannte in knapp 60 Stunden von Romanshorn nach Genf. Die Strecke führte den Mönthaler über 370 Kilometer. Nach 130 Kilometern erreichte er Brugg (Bild). Ein Wahnsinniger? Wahnsinnig war aufjeden Fall seine Leistung.

Die rechte Kandidatin und ihre muslimische Schwester.(Foto: Daniel Desborough)

Die rechte Kandidatin und ihre muslimische Schwester.

Die rechte Kandidatin und ihre muslimische Schwester: Nicole Müller-Boder kandidierte bei den Nationalratswahlen für die SVP und warnte vor der Gefahr einer «Islamisierung» der Schweiz – ihre Schwester Fabienne Hassan (rechts) hat einen Ägypter geheiratet und ist zum Islam konvertiert. Trotz der gegensätzlichen Ansichten posier-ten die beiden Schwestern gemeinsam lächelnd für ein Foto – gewählt wurde Nicole Müller-Boder allerdings nicht.

Dieses Jahr war das Eidgenössische Volksmusikfest in Aarau zu Gast. (Foto: André Albrecht)

Dieses Jahr war das Eidgenössische Volksmusikfest in Aarau zu Gast.

Man könnte meinen, Aarau hätte ein Abo für eidgenössische Feste: 2005 das Jodlerfest. 2007 das Schwing- und Älplerfest, 2010 das Schützenfest, dieses Jahr war das Eidgenössische Volksmusikfest in Aarau zu Gast. Die Interpreten steuerten die Musik bei, Aarau das Ambiente. Beides zusammen ergab einen unglaublich stimmungsvollen Grossanlass.

US-Jouranlistin: «Um wie viele Meter wird der Hallwilersee steigen, wenn die Gletscher schmelzen?» (Foto: Alex Spichale)

Hallwilersee

Ende August reiste eine Gruppe internationaler Journalisten durch den Aargau. Über dem Hallwilersee gab es bei hochsommerlichen Temperaturen einen Fotostopp. Die Sicht auf den See und in die Berge war eindrücklich. Da fragte eine Journalistin aus den USA: Wenn denn nun bei dieser Hitze alle Gletscher schmelzen würden, um wie viele Meter der Hallwilersee dann ansteigen werde. Der Reiseleiter konnte sie beruhigen.

Vom SP-Einwohnerrat zum parteilosen Stadtrat von Baden: Erich Obrist (links). (Foto: Alex Spichale)

Erich Obrist

Politisch gesehen ein historischer Augenblick für Baden, denn auf diesem Mann ruhen einige Hoffnungen: Der nachmalig neu gewählte parteilose Stadtrat Erich Obrist, kurz vorher noch SP-Einwohnerrat, übergibt Stadtschreiber Heinz Kubli (Mitte) die Anmeldung mit den Unterschriften für die Stadtratswahl. Rechts: Wahlkampfleiterin Beatrice Meyer.

Baden im Geld wie Dagobert Duck. (Foto: Emanuel Freudiger)

Münzbad

Wer den Rappen nicht ehrt … : Während die Notenbanken die Märkte weltweit mit Liquidität fluten, offerierte das Stapferhaus in Lenzburg in der Ausstellung «Geld» ein Bad im Kleingeld.

Stadtplanerin träumt von der Flussbadi im Aabach (Foto: Chris Iseli)

Aabach

 Ein Hochhaus auf dem Gofi oder eine Flussbadi: Fast wie im Computer-Spiel Sim-City haben sich die Lenzburger bei der Mitwirkung zur Stadt-Entwicklung an das Werk gemacht. Dabei war wohl klar: So Ausgefallenes gehört ins Reich der Luftschlösser. Für den Fotografen hat die Nymphe hier einen Wimpernschlag lang den Traum vom Aabach-Bad geträumt. 

Donnschtig-Jass in Oberägeri(Foto: Lukas Schumacher)

Jass

Jubel im Bremgarter Lager Ende Juli nach dem Sieg gegen Wettingen bei der Sendung «Donnschtig-Jass» in Oberägeri.

Unheimliche Stille in der altehrwürdigen Industriehalle in Aarau. (Foto: Chris Iseli )

Aeschbachhalle

Die Stille in der altehrwürdigen Industriehalle in Aarau wirkt unheimlich. Ein plötzlicher Windstoss und das Flattern einer Taube lassen meine Nackenhaare sich sträuben. Doch ich harre aus, denn die Aeschbachhalle hat mir noch mehr zu erzählen. Knapp zwei Stunden höre ich zu, lasse mich faszinieren von dem denkmalgeschützten Industriebau. Sein Leben wird weitergehen, die Halle soll das neue Herzstück des Quartiers werden – in einem neuen, sexy Outfit.

Die Aargauer Neo-Nationalräte auf dem windigen Bundesplatz in Bern. (Foto: Chris Iseli)

Neo-Nationalräte

Ein kalter Wind fegt am 30. November über den Berner Bundesplatz, als sich fünf neugewählte Nationalräte mit schwer gepackten Aktentaschen für ein Foto gruppieren: Es sind (von links) Thomas Burgherr (SVP), Jonas Fricker (Grüne), Thierry Burkart (FDP), Andreas Glarner (SVP) und Matthias Jauslin (FDP). Sie wissen: niemand in Bern hat auf sie gewartet, jeder muss seinen Platz unter der Bundeshauskuppel selbst finden.

Das dritte Gleis kommt weg: Die Bremgarten-Dietikon-Bahn wird definitiv zur Schmalspurbahn.(Foto: Toni Widmer)

Drittes Gleis

Mit dem Beginn der Streckensanierung der Bremgarten-Dietikon-Bahn (BDB) geht eine 140 Jahre alte Tradition zu Ende. Die dritte Schiene zwischen den Bahnhöfen Wohlen und Bremgarten-West, die den Verkehr von Normal- und Schmalspurzügen ermöglichte, wird herausgerissen und nicht mehr ersetzt. Damit wird die BDB definitiv zur Schmalspur-Bahn.

Die Wüste Sisseln im Fricktal.(Foto: Nadine Böni)

Wüste Sisseln

Beeindruckend, und auch irgendwie beängstigend: Die Wüste Sissle. Ende Juli war der Rheinzufluss in Sisseln völlig ausgetrocknet. Auch anderen Bächen ging das Wasser aus.In Eiken etwa mussten Tausende Fische vor dem Ersticken gerettet werden.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hielt am 23. Januar im Businesszentrum Trafo eine Rede. (Foto: Daniel Vizentini)

Türkischer Minister

Er war der wohl mächtigste Besucher Badens im vergangenen Jahr: Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hielt am 23. Januar im Businesszentrum Trafo eine Rede. In der Stadt herrschte Ausnahmezustand: Die Strassen wurden für den Politiker gesperrt, das Businesszentrum von bewaffneten Polizisten umstellt.

Prinzessin Maja von Hohenzollern (Foto: Yvonne Zollinger)

Prinzessin

Prinzessin Maja von Hohenzollern sitzt hier an der «Alfauna»-Messe in Zeiningen. Zwischen Plüsch, Kitsch und Pomp, den sie selbst entworfen hat. Alles für das verwöhnte Hündchen. Die Mädchen in Rosa, die Jungs grau-gestreift. Draussen haben Tausende von Menschen nichts. Aber drinnen liegt das Hündchen auf seinem Samtbettchen und spielt mit seiner Plüschchampagnerflasche!

Glückliches Huhn: Es entging dem Grossbran in Veltheim (Foto: Michael Hunziker)

Poulet

Beim Grossbrand am 17. März auf einer Hühnerfarm in Veltheim konnte sich dieses Huhn retten. Rund 150 Feuerwehrleute und Atemschutzspezialisten aus der Region Brugg standen im Einsatz. Das Feuer brach während der Ostereier-Produktion im Färbe-Betrieb unter dem doppelstöckigen Hühnerstall aus. Bis auf ein paar wenige Tiere verendeten alle 6300 Hühner im Flammeninferno.

Unterricht für Asylsuchende – ein Projekt vom Netzwerk Asyl.(Foto: Mario Heller)

Asyl-Unterricht

Ein normales Schulzimmer – nur auf den ersten Blick. Die Schüler, alle zwischen 16 und 18 Jahre alt, mussten aus ihrer alten Heimat fliehen, lernen nun die Sprache ihrer neuen Heimat. Unterrichtet von Freiwilligen, die helfen wollen. Ein Projekt vom Netzwerk Asyl als Symbol für einen solidarischen Kanton, wie es ihn neben der knallhart geführten Asyldebatte eben auch gibt.

Marit Neukomm sammelte drei Tonnen Hilfsgüter für die Flüchtlinge auf Lesobs.(Foto: Marit Neukomm)

Lesbos

Täglich strömen mehr Flüchtlinge nach Griechenland. Dies löste eine grosse Welle der Solidarität aus. So sammelte auch Marit Neukomm aus Oberentfelden in kürzester Zeit drei Tonnen Hilfsgüter, die sie im Garten sortierte und dann auf die griechische Insel Lesbos brachte.