Augusta Raurica
Die Arbeit der Studenten füllt ganze 28 Bananenkisten

Studierende der Uni Basel und Archäologen arbeiten zusammen an einem Lehrprojekt mit Pioniercharakter. Der Kanton Aargau und die Universität Basel arbeiten Hand in Hand. Die Ausgrabungen solle zeigen, wie die Römer lebten.

Benjamin Rosch
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Grabungen in Augusta Raurica
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Grabungen in Augusta Raurica
Grabungen in Augusta Raurica
Grabungen in Augusta Raurica
Grabungen in Augusta Raurica
Grabungen in Augusta Raurica

Grabungen in Augusta Raurica

Juri Junkov

Die Lehrgrabung Kaiseraugst-Wacht ist in vielerlei Hinsicht ein Pionierprojekt. Mitten in einer modernen Wohnsiedlung finden Ausgrabungen statt, die zeigen sollen, wie die alten Römer lebten. Der Kanton Aargau und die Universität Basel arbeiten Hand in Hand: Erfahrene Archäologen und MasterstudentInnen der Altertumswissenschaften graben den unteren Teil der Römersiedlung Augusta Raurica aus. «Nicht spektakuläre Einzelstücke stehen bei diesen Ausgrabungen im Vordergrund, sondern die Rekonstruktion der Lebensweise der alten Römer», sagt Cédric Grezet, Leiter der Ausgrabungen in Kaiseraugst.

Geldfälscher und Tonöfen

Die Archäologen sind auf mysteriöse Kellergewölbe, Spuren von Geldfälschern und Tonöfen inmitten von Wohnhäusern gestossen. Eine Parzelle von «Unter-Augusta Raurica», das im 1. Jahrhundert nach Christus errichtet wurde, wurde bisher freigelegt. Jasmin Tanner, Studentin der Altertumswissenschaften meint: «Natürlich hofft man immer auf eine besondere Entdeckung.» Bis jetzt haben die Studenten schon 28 Bananenkisten mit Funden gefüllt. Diese werden im Winter in den Labors und Hörsälen in Basel ausgewertet.