ALA 2013
Die ALA 2013 lockt mit köstlichen Versuchungen von Feld und Stall

An der Aargauischen Landwirtschaftsausstellung (ALA) zeigen die Landwirte nicht nur, was sie alles produzieren, sondern auch, welch köstliche Menüs man daraus herstellen kann.

Hanny Dorer (Text und Fotos)
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Premiere: Erstmals bietet Brülisauers Chäsi ihre Raclette Cubes, eine eigene Erfindung, an.

Premiere: Erstmals bietet Brülisauers Chäsi ihre Raclette Cubes, eine eigene Erfindung, an.

Vier Tage reichen kaum aus, um all die süssen, würzigen, knusprigen, zarten oder raffinierten Köstlichkeiten zu versuchen, die einem auf dem Rundgang durch die ALA angeboten werden, und denen man kaum widerstehen kann. Schon nach wenigen Schritten lockt die erste Versuchung: Aus dem Bachhüsli duftet es verführerisch nach frischem Brot und bewundernd schaut man den Landfrauen zu, wie sie mit flinken Fingern den Teig bearbeiten und die Brote formen.

Der imposante Strohturm beherbergt eine Milchbar, und die angebotenen Milchshakes schmecken beileibe nicht nur den Kindern. Doch erst einmal gibts etwas zu essen. Die Wahl fällt nicht leicht: ein einfacher Salatteller? Oder Fitnessteller mit Schweinssteak oder Hamburger? Oder angesichts der Hitze doch lieber einen Siedfleischsalat?

Wer es währschafter liebt, entscheidet sich im «Bock auf Wok» für den Bünztalertopf mit Rindfleisch oder die vegetarische Variante Oberkulmertopf und rundet das Ganze mit einer Fruchtwähe ab. Etwas für zwischendurch gibts im Räbhüsli, das neben Rot-, Weiss- und Schaumwein Speck- und Käseplättli mit ALA-Brot anbietet.

Wild geht es im Jägerland zu: Nebst Reh- und Wildschwein-Mostbröckli werden Wildschwein-Bratwürste und Wildfleischvögel serviert, begleitet von Hallwiler Salat oder Seetaler Gemüseteller. Die gebrannte Creme nach Grossmutterart verdient den Namen «Schlossträumli» auf jeden Fall. Gleich vis-à-vis gibts Hotdogs und Hamburger und als besonders erfrischendes Dessert einen Früchtebecher.

Früher oder später landet man unweigerlich in der Weinmesse, wo man Gelegenheit hat, die ausgezeichneten Aargauer Weine zu degustieren.

Gluschtiges bieten auch die diversen Verpflegungsstände. Knusprige Pouletschenkel oder -flügeli, Smoked-Beef-Sandwich mit Rosmarinbrot und Buurehof-Glace finden reissenden Absatz.

Mit einer Premiere wartet die Chäsi Künten auf: Sie bietet Raclette Cubes an, eine Art Mischung zwischen Fondue und Raclette. Der geschmolzene Käse wird auf geröstete Brotwürfel abgestrichen, die dann bequem mit der Gabel aufgespiesst werden. Traditionell ist dagegen die Bio-Forellenzucht von Susanne Flückiger, und das Versüecherli von geräucherter Lachsforelle führte spontan zum Kauf.

Die Märthalle ohne mindestens ein Aargauer Produkt zu verlassen, ist fast nicht möglich – zu verführerisch sind die Angebote. Honig, Beeren, getrocknetes Obst, Süssmost, Apfelessig, Apfelmus, Kräuter, Konfitüren, Chrömli, Bio-Senf in 15 verschiedenen Sorten, Dinkel-, Knoblauch-, Bärlauch- und andere Teigwaren, Käse und Joghurt. Direkt geniessen kann man zum Beispiel Crêpes, Süssmais und Wassermelonen. Ja, auch Wassermelonen. Diese werden seit drei Jahren auch im Aargau angebaut und sind trotz schlechtem Frühling auf die ALA gerade noch reif geworden. Sie haben weniger Kerne und schmecken einfach köstlich. Der Rundgang bestätigt auf eindrückliche Weise, dass der ALA-Slogan «Erleben und Geniessen» kein leeres Versprechen ist.

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