Abstimmungskampf

Die Aargauer Schulpflegen wollen vehement für ihren Weiterbestand kämpfen

Der Verband der aargauischen Schulpflegepräsidentinnen und -präsidenten (VASP) kämpft um den Fortbestand der Behörde.

Der Schulpflegeverband will im kommenden Abstimmungskampf deutlich sichtbar machen, was der Aargau durch die Abschaffung der Behörde verlieren würde.

Der Verband der aargauischen Schulpflegepräsidentinnen und -präsidenten (VASP) hat seine Mitglieder an der jährlichen VASP-Tagung über die geplanten Aktivitäten orientiert, mit denen der Verband die vom Grossen Rat beschlossene Abschaffung der Schulpflegen im Kanton Aargau bekämpfen wird. An der Tagung in Aarau nahmen rund 200 Schulpflegerinnen und Schulpfleger teil.

Franco Corsiglia, Präsident des VASP, erinnerte die Anwesenden in seinem markigen Einstiegsvotum daran, dass die Abschaffung der Schulpflege als einzige vom Volk gewählte Behörde, die sich im Aargau ausschliesslich mit der Schule beschäftige, noch längst nicht in «trockenen Tüchern» sei.

«Zum Glück hat hier am 17. Mai 2020 das Volk das letzte Wort», meinte Franco Corsiglia und weiter: «Die Abschaffung der Schulpflegen brächte einen Demokratieabbau mit sich und sie würde zu massiven Mehrkosten ohne entsprechenden Mehrwert führen. Allein diese beiden Punkte zeigen auf, dass der Vorschlag von Regierung und Grossem Rat unsinnig ist», sagte Corsiglia.

Die Schulpflegerinnen und Schulpfleger liessen sich vom Vorstand in verschiedenen Workshops aufzeigen, welche Aktivitäten bereits geplant sind, und wie die Abstimmungskampagne organisiert wird.

Volk entscheidet über Zukunft der Schulpflege

Colette Basler, Vizepräsidentin VASP und Leiterin der Abstimmungskampagne, sagte an der Tagung: «Der Aargau ist der Kanton der Regionen. Gemeinsam werden wir Schulpflegerinnen und Schulpfleger unsere Abstimmungskampagne in die Regionen tragen und den Menschen aufzeigen, was sie alles verlieren werden, wenn der Aargau seine Schulpflegen abschafft.»

Sie freue sich darauf, gemeinsam mit allen Schulpflegerinnen und Schulpflegern diese Abstimmungskampagne zu führen, damit die Bevölkerung am 17. Mai wisse, was der Verlust der Schulpflege bedeuten würde, erklärte Basler weiter.

Am 18. Juni 2019 hatte der Grosse Rat die neuen Führungsstrukturen der Aargauer Volksschule inklusive Abschaffung der Schulpflege in erster Lesung mit 99 gegen 16 Stimmen gutgeheissen. Ob die Schulpflege dann aber auch tatsächlich verschwinden wird, das entscheiden die Aargauerinnen und Aargauer im Frühjahr 2020 an der Urne.

Wird die Vorlage angenommen, wird künftig der Gemeinderat das oberste politische Führungsgremium der Schule sein. Er ist verantwortlich für die strategische und finanzielle Führung der Schule.

Die Schulleitung ist verantwortlich für die operative Führung der Schule und dem Gemeinderat unterstellt. Der Gemeinderat hat die Möglichkeit, eine gemeinderätliche Kommission für Schul- und Bildungsfragen einzusetzen

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Autor

Jörg Meier

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