«Es ist schon lange geplant, dass die Piraten ins Bundeshaus kommen», sagt Sylvia Oldenburg, Vizepräsidentin der Aargauer Piratenpartei auf Anfrage von Radio Argovia. Ein bis zwei Sitze im Parlament seien realistisch. Dies natürlich auf Kosten von bisherigen Nationalräten. Dabei haben es die Piraten vor allem auf eine Person abgesehen. «Jemanden aus Oberwil-Lieli», erklärt Oldenburg mit einem Schmunzeln und meint damit natürlich SVP-Nationalrat Andreas Glarner. Sie fügt an: «Das wäre sehr schön, ein persönliches Ziel.» 

Die Aargauer Piraten stechen mit viel Selbstbewusstsein in den Wahlkampf und wollen die gesamte Wahlliste 10 für sich beanspruchen. Nur: 13 der 16 Zeilen auf der Liste sind bislang noch leer. Sylvia Oldenburg dazu: «Wir sind derzeit stark auf der Suche nach jungen Studenten und Informatikern.» Allerdings wolle man die Suche gar nicht zu sehr einschränken, so die Vizepräsidentin. Von jung bis alt seien aus allen politischen Lagern Kandidatinnen und Kandidaten willkommen. «Natürlich muss man sich mit den Positionen der Piratenpartei identifizieren können», präzisiert Oldenburg auf Nachfrage von Radio Argovia. 

Derzeit stehen die Kandidaturen von Parteipräsident Markus Amsler, Ex-Vizepräsident Kilian Brogli und der aktuellen Vizepräsidentin Sylvia Oldenburg fest. Auf die Frage, warum es ausgerechnet dieses Jahr zum ersten Mal mit dem Einzug in den Nationalrat klappen soll, entgegnet Oldenburg: «Die letzten Male war ich noch nicht dabei.» (luk)