Rund einen Monat nach der SP, am 30. Oktober, wird die Ständeratskandidatur der Aargauer Grünen bekannt. Seit längerem steht fest, dass Susanne Hochuli, die Kandidatin mit den besten Chancen, nicht zur Verfügung steht. Seit die frühere Regierungsrätin ihren Verzicht bekannt gegeben hat, ist auch klar, dass es zumindest im ersten Wahlgang keine gemeinsame Kandidatur der linken Parteien geben wird.

«Mit dem Verzicht von Philipp Müller hat sich die Ausgangslage für die Ständeratswahlen markant verändert – ich gehe davon aus, dass wir von den Grünen eine Kandidatur stellen werden», sagt Kantonalpräsident Daniel Hölzle. Noch bis Ende September können die Mitglieder dem Parteivorstand mögliche Kandidatinnen und Kandidaten melden. Der Vorstand werde Anfang Oktober zusammensitzen und die Vorschläge prüfen. Ziel sei es, der Mitgliederversammlung vom 30. Oktober in Kulm eine Person zur Nomination vorzuschlagen. «Ich selber werde sicher nicht für den Ständerat kandidieren», sagt Hölzle.

Der Parteivorstand habe einige Personen im Auge, die für den Ständerat infrage kommen könnten. Dabei dürften die amtierende Nationalrätin Irène Kälin (31, Oberflachs) und der ehemalige Nationalrat Jonas Fricker (41, Baden) im Vordergrund stehen, wobei der Vorteil bei Kälin liegt. «Ich persönlich und auch der Vorstand ist der Meinung, dass wir eine Frau aufstellen sollten», sagt Grünen-Präsident Hölzle. Die genaue Strategie für die Ständeratswahlen werde der Parteivorstand in den kommenden Wochen festlegen und an der Mitgliederversammlung präsentieren. (fh)

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