Fusion gelungen:

1962: beschlossen Dättwil und Baden ihr Zusammengehen. Baden kam so zu dringend benötigten neuen Landreserven.

1970: vereinigten sich Lauffohr und Brugg. Danach dauerte es über 30 Jahre, bis sich wieder etwas tat.

2002: machten Mühlethal und Zofingen mit ihrer Vereinigung den Auftakt für eine ganze Serie von Fusionsdiskussionen.

2006: Vier Jahre später fanden am Fuss der Lägern im Bezirk Baden Ober- und Unterehrendingen als Ehrendingen zusammen.

2010: Da ging in mehreren Bezirken die Post ab: Rohr vereinigte sich mit Aarau, Hilfikon mit Villmergen, Umiken mit Brugg , Hottwil, Etzgen, Mettau, Oberhofen und Wil vereinigten sich in der neuen Gemeinde Mettauertal (Gansingen entschied dagegen), Ittenthal verband sich mit Kaisten und Sulz mit Laufenburg .

2012: Da fusionierten die Freiämter Gemeinden Benzenschwil und Merenschwand.

2013: Auf den 1. Januar hin trat der Zusammenschluss der Gemeinden Gallenkirch, Linn, Oberbözberg und Unterbözberg zur neuen Gemeinde Bözberg in Kraft.

2014: Vom Volk beschlossen, vom Grossen Rat aber noch zu genehmigen sind weitere zwei Zusammenschlüsse. Derjenige von Oberflachs und Schinznach-Dorf im Schenkenbergertal im Bezirk Brugg zur neuen Gemeinde Schinznach. Und die Fusion von Endingen und Unterendigen im Surbtal im Bezirk Zurzach zur neuen Gemeinde Endingen. Die Zustimmung ist eine Formsache. Laut zustimmender Botschaft der Regierung erhalten die neuen Gemeinden eine Zusammenschlusspauschale von je 800 000 Franken. Da deren relative Steuerkraft unter dem kantonalen Schnitt liegt, erhalten sie zusätzlich Zusammenschlussbeiträge. Die neue Gemeinde Schinznach erhält 987 000 Franken, Endigen 2,43 Millionen. Für die definitive Berechnung massgebend sind aber die Einwohnerzahlen und Steuerkraftdaten der Jahre 2011-2013. Als Drittes wird beiden Gemeinden 8 Jahre ein Ausgleichsbeitrag garantiert, der dem Durchschnitt der in den drei Jahren vor der Fusion bezahlten Ausgleichsbeiträge entspricht.

In Diskussion:

In Birr und Birrhard tätigten Arbeitsgruppen Abklärungen. Beide Gemeinderäte stehen positiv zu einer Fusion. Der Entscheid steht aus.

Die Abklärungen für einen möglichen Zusammenschluss von Killwangen und Spreitenbach laufen seit 2012.

Im April 2012 war Kick-off für die Zukunftsplanung der Gemeinden Mittleres Fricktal, nämlich von Mumpf, Obermumpf, Schupfart und Stein (Wallbach macht nicht mit).

Derzeit klären Arbeitsgruppen Vor- und Nachteile einer möglichen Fusion von Oberkulm und Unterkulm im mittleren Wynental ab.

Im November 2012 sagten der Zofinger Einwohnerrat und die Gemeindeversammlung Uerkheim Ja zu einer Fusion. Ob es wirklich klappt, entscheidet der Souverän am 20. Januar.

Die Fusion von Döttingen und Klingnau scheiterte am Nein des steuerlich stärkeren Döttingen. In Döttingen kommt es am 3. März aber noch zur Referendumsabstimmung.

Fusion misslungen:

2005: Per 2010 sollten sich Ober- und Niederrohrdorf vereinigen. Das Projekt scheiterte am Nein des finanziell besser situierten Oberrohrdorf.

2006: In Brugg und Windisch tobte eine Fusionsdebatte. Angestossen wurde sie durch eine Unterschriftensammlung. Doch 2006 sagte der Souverän von Brugg sehr deutlich Nein, weil der Steuerfuss hätte angehoben werden müssen.

Die 2002 lancierte Fusionsidee für Schneisingen und Siglistorf scheiterte 2006 am knappen Nein von Schneisingen.

2007: Im Oberwynental wollten es Burg, Reinach, Menziken und Pfeffikon (LU) wissen. Doch schliesslich machten die Gemeinderäte selbst aus finanziellen Erwägungen einen Rückzieher.

2008: Die Fusion Leibstadt, Full-Reuenthal, Schwaderloch kam nicht zustande. Leibstadt konnte es sich nicht leisten.

2009: 2009 entschied der Souverän von Niederlenz gegen ein Mandat für den Gemeinderat zur Ausarbeitung eines Fusionsvertrags mit Lenzburg .

2009: Im Schenkenbergertal scheiterten zwei Projekte. Die Stimmberechtigten von Oberflachs, Schinznach-Bad, Schinznach-Dorf und Villnachern sagten zwar Ja zur Fusion. Veltheim lehnte ab, womit das Projekt scheiterte. Die zustimmenden Gemeinden nahmen einen Neuanlauf. Diesmal sagte Villnachern Nein. Eine kleine Fusion kommt aber doch (vgl. «Fusion gelungen»).

2010: Spektakulär scheiterte die Fusion von Baden und Neuenhof . Neuenhof sagte zwar haushoch Ja, Baden lehnte aber hauchdünn ab. Neuenhof steht finanziell deutlich schlechter da. Auch die Fusion von Bözen, Effingen, Elfingen, Hornussen und Zeihen scheiterte. Jetzt setzt man auf mehr Zusammenarbeit.

2011: Die Gemeinderäte von Bad Zurzach und Rietheim beschlossen nach Vorliegen einer Expertise, die Fusionsidee nicht weiter zu verfolgen. Die Zeit sei noch nicht reif.

2012: Der Souverän von Teufenthal wollte keine Abklärung einer Fusion Mittleres Wynental. Auch in Mettauertal und Schwaderloch gab es ein Nein. Brittnau sagte Nein zu Machbarkeitsabklärungen für eine Fusion mit Zofingen.

Sonderfälle:

Dazu zählen die Mutscheller Gemeinden Berikon, Widen und Rudolfstetten-Friedlisberg. Dies, weil es für eine Grossgemeinde Mutschellen noch kein offizielles Fusionsprojekt gibt. Eine Volksumfrage zeigte im Dezember eine mehrheitlich positive Stimmung. 2013 soll in den Gemeinden ein Projektierungskredit zur Abstimmung gelangen.

Eine weitere Besonderheit sind Arni und Islisberg im Bezirk Bremgarten. Früher waren sie im Dorf Arni-Islisberg vereint. Sie trennten sich 1983 und agieren seither separat.

Nochmals einen anderen Weg gehen seit über 10 Jahren die Gemeinden im Studenland im Bezirk Zurzach mit sehr enger Zusammenarbeit. Baldingen, Böbikon, Mellikon, Rümikon und Wislikofen haben sich im Gemeindeverband «Verwaltung 2000» neu organisiert. 2009 stiess Rekingen dazu, Anfang 2010 Kaiserstuhl. Fisibach entschied sich 2009 gegen einen Beitritt. Seit einigen Jahren arbeiten die Gemeindeschreiber in der zentralen Verwaltung in Rekingen; Finanzverwaltung, Steueramt und ASVA-Zweigstelle sind in Böbikon. (MKU)