Es war ein wunderschöner, glamouröser  Samstagabend in der Umweltarena in Spreitenbach. Vor 1500 begeisterten Gästen der NAB-Gala wurde kurz nach halb zehn Uhr der Name der Aargauerin des Jahres bekannt: Irma Koch!

Fast jede zweite aller Stimmen ging an sie. Koch zeigte sich auf der Bühne gerührt. Sie habe Herzklopfen, es sei etwas viel auf einmal. Als Sandra Studer meinte, der «Chäber» werde wohl bald viele Gäste haben, entgegnete sie trocken: «Ja, ich muss immer mehr arbeiten.» Am liebsten würde sie den Titel «mit einem Bierli feiern», bekundete sie unter Riesenapplaus. Das tat sie nachher dann wohl auch.

Wirtin  mit Leib und Seele

Irma Koch ist seit 50 Jahren Wirtin mit Leib und Seele. Sie hat das „Wirten“ gewissermassen im Blut. Ihr Restaurant, der „Chäber“ in Wohlen, gilt als Institution.

Wie ihre Mutter und Grossmutter hat sie ein grosses Herz für alle Menschen. Anlässlich ihrer Nomination hatte sie gesagt: „Ich habe das von meinen Vorfahren. Ich kann gar nicht anders.“ Sie behandelt alle Gäste gleich und hat immer ein offenes Ohr für ihre Probleme.

Für viele ist der „Chäber“ so etwas wie ein zweites Zuhause. „Randständige“ erhalten kostenlos etwas zu essen und zu trinken und an Weihnachten ist der „Chäber“ für die Einsamen geöffnet.

Showacts mit Sina und Adrian Stern

Durch den Abend führte souverän Sandra Studer, unterstützt durch Adrian Remund. Nebst der spannenden Ausmarchung zwischen den Finalisten Markus Ernst, Johannes Muntwyler und Irma Koch gab es feines Essen und gelungene Showacts. Es brillierten etwa Massimo Rocchi, Sina und Adrian Stern.

Leuthard: Chancen statt Risiken

Bundesrätin Doris Leuthard sagte, es sei besonders schön, immer wieder in den Aargau zu kommen und zu sehen: „Es geht ihm gut. Und es freut mich, wenn hier Ausserordentliches geleistet wird.“ Leuthard erinnerte an 1415, als die Eidgenossen den Aargau eroberten, aber  ebenso an den Einmarsch der Franzosen 1798. Leuthard: „Ohne Franzosen, ohne Napoleon, hätten wir uns damals nicht vom Untertanentum wegbewegt und uns als eigenständigen Kanton etablieren können.“

Dieser junge Kanton habe immer wieder Erstaunliches hervorgebracht, doch stelle er dies bescheiden nicht ins Rampenlicht. Leuthard lobte die drei für die Wahl zum Aargauer des Jahres zur Auswahl stehenden Finalisten. Sie zeigten, so Leuthard, dass sie etwas Bleibendes leisten können, wenn man es nur macht. Und sie zeigten, was möglich ist, wenn man den Chancen mehr Gewicht gibt als den Risiken, schloss Leuthard unter starkem Applaus.

Bühlmann: Positive Resonanz

Im Gespräch mit Moderatorin Sandra Studer freute sich NAB-CEO Peter Bühlmann über die sehr positive Resonanz für die NAB Charity. Dies zeige sich auch dadurch, dass immer mehr Kandidierende gemeldet werden und über 10 000 Leute für diese gevotet haben. Der Anlass, der auch in den Medien grosse Resonanz findet, helfe mit, den Aargau als wichtigen Kanton zu positionieren.

Viel Prominenz in Spreitenbach

Eingangs hatte Joseph Meier, Verwaltungsratspräsident der Neuen Aargauer Bank (NAB), nebst Doris Leuthard Grossratspräsident Thierry Burkart und Landammann Roland Brogli begrüssen dürfen. Weitere prominente Politiker sind in Spreitenbach, allen voran  die beiden Ständerätinnen Christine Egerszegi und Pascale Bruderer sowie die Nationalräte Corina Eichenberger, Sylvia Flückiger, Bernhard Guhl und Hansjörg Knecht. Moderiert wird der Abend von Sandra Studer mit Unterstützung von Adrian Remund.