Unfallstatistik
Der schwarze Monat auf den Aargauer Strassen

Weniger Unfälle, aber nicht weniger Opfer. Mit sechs Todesfällen bei Verkehrsunfällen ist die Opferzahl im Mai ungewöhnlich hoch – seit Jahresbeginn gab es schon 13 Verkehrstote.

Fabian Hägler
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Im Aargau gibt es weniger Unfälle, aber nicht weniger Tote.

Im Aargau gibt es weniger Unfälle, aber nicht weniger Tote.

Kapo AG

Die Kantonspolizei befasst sich nicht nur mit der Verbrechensbekämpfung, sondern auch mit Verkehrsunfällen. Ein kurzer Blick in die Statistik zeigt: Zwischen 2009 und 2013 haben die Unfallzahlen im Aargau stetig abgenommen. Der Trend ist umso bemerkenswerter, wenn man berücksichtigt, dass die Zahl der registrierten Fahrzeuge im Aargau in der gleichen Zeit deutlich zugenommen hat.

Unfälle und Opfer im Strassenverkehr im Kanton Aargau

Unfälle und Opfer im Strassenverkehr im Kanton Aargau

AZ

Dies relativiert auch die leichte

Zunahme, welche im vergangenen Jahr festgestellt wurde. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 gab es 4040 Unfälle, dies bei 280 851 Fahrzeugen im Kanton. 2014 waren es nur noch 2553 Unfälle, obwohl der Fahrzeugbestand inzwischen auf 372 135 Exemplare angewachsen war.

Trotz moderner Sicherheitssysteme in den Autos und der im Vergleich zu früher tieferen Promillegrenze lässt sich bei den Verkehrstoten kein ähnlicher Trend feststellen. In den letzten Jahren war deren Zahl im Kanton Aargau sehr unterschiedlich.

2010 verzeichnete die Kantonspolizei mit 12 Strassenopfern das erfreuliche Minimum, im vergangenen Jahr wurden mit 25 Todesfällen auf Aargauer Strassen hingegen wieder mehr als doppelt so viele registriert.

Schon heute ist klar: Im laufenden Jahr wird es sicher keinen neuen Minusrekord geben. Nach lediglich fünf Monaten sind auf den Aargauer Strassen 2015 schon 13 Menschen ums Leben gekommen.

Ein schwarzer Monat war der Mai, der heute zu Ende geht: Nicht weniger als sechs Verkehrsopfer wurden diesen Monat registriert. Darunter sind zwei ungewöhnliche Fälle.

Am 3. Mai wird ein Mann in Aarburg tot in seiner Wohnung gefunden – die Polizei nimmt an, dass er sich beim Radfahren tödlich verletzt hat. «Die bisherigen Erkenntnisse legen den Schluss nahe, dass der 34-Jährige auf seinem Arbeitsweg mit dem Velo stürzte», schreibt die Polizei. Ob ein Zusammenstoss mit einem Fahrzeug erfolgte, ist unklar, ebenso der Unfallhergang.

Am 18. Mai kommt es in Münchwilen zum zweiten ungewöhnlichen Todesfall. Bei Arbeiten an einem Schacht wird ein Angestellter von einem Auto erfasst und tödlich verletzt. «Beim Ein- oder Ausstieg dürfte es zur Kollision mit dem herannahenden Auto gekommen sein», schreibt die Polizei in ihrer Unfallmeldung. Als mutmassliche Verursacherin wurde eine 69-jährige Schweizerin aus der Region ermittelt.

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