Das Aargauer Gesundheitsdepartement von Regierungsrätin Susanne Hochuli will eine "patientennahe Lösung", wie es in einer Medienmitteilung heisst. Der Rettungshelikopter der Alpine Air Ambulance (AAA), der im Birrfeld stationiert ist und für den TCS fliegt, wird im Aargau als erstes aufgeboten. Nur im Fricktal kommt der Rega-Heli aus Basel zum Einsatz. Damit wird ein provisorischer Entscheid, den das Deparement Hochulis bereits im April verfügt hatte, definitiv. Ist der TCS-Heli bereits besetzt, wird als zweite Wahl der Rega-Heli aus Basel aufgeboten.

Folgende Gründe haben das Gesundheitsdepartement veranlasst, den TCS-Heli zu bevorzugen:

- mit der bisherigen Übergangslösung seit April wurden positive Erfahrungen gemacht: "Die operative Zusammenarbeit zwischen den Rettungsdiensten, der Einsatzleitzentrale im Kantonsspital Aarau und dem TCS hat sich im Alltag bewährt."

- Die AAA als TCS-Partnerin erfüllt alle Bedingungen für die Luftrettung im Aargau.

- Für den Kanton fallen keine zusätzlichen Kosten an.

Auch für den Patienten gibt es keine Zusatzkosten, falls der TCS-Helikopter aufgeboten wird und die Versicherungen nicht alle Kosten decken. Die AAA würde in einem solchen Fall dem Patienten die Kosten erlassen.

Der Auslöser für die neue Regelung

Die Gespräche zwischen dem Gesundheitsdepartement, der Rega sowie dem TCS-Partner AAA hatten zu keiner Einigung geführt. Daher hat der Kanton nun ein Machtwort gesprochen. Das Gesundheitsdepartement hofft aber immer noch, dass eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Luftrettungs-Organisationen möglich ist.

Die TCS -Bevorzugung ausgelöst hat die massive Kritik nach dem tödlichen Unfall eines Kindergärtlers in Windisch. Am 25. März war die Rega aus Basel angeflogen, obwohl der AAA-Heli im nahen Birrfeld einsatzbereit gewesen wäre.