In Zürich und St. Gallen konnten dank Facebook bereits Einbrecher, Waffenbesitzer und Raser gefasst werden. Denn heute zählt beim Einbrechen nicht mehr nur die Beute, bei illegalen Autorennen nicht mehr nur der Kick. Genauso wichtig sind heute Fotos, Videos und vor allem Likes.

Wer das gesamte Leben auf Facebook, Instagram und Twitter festhält, muss auch seine «Heldentaten» beziehungsweise Verbrechen online teilen. Solche Dummheit haben die Kantonspolizeien Zürich und St. Gallen bereits mehrfach für sich nützen können. Laut «Blick» konnten Verbrecher anhand ihrer Facebook-Bilder oder -Videos überführt werden.

Doch bei der Kapo Aargau, die ebenfalls eine Seite mit unterdessen über 4000 Fans auf Facebook betreibt, haben die sozialen Medien bisher noch wenig zu Festnahmen beigetragen. «Für ein aktives Monitoring in den sozialen Medien fehlen uns die Ressourcen», erklärt Kapo-Sprecher Bernhard Graser. Wir stehen dermassen unter Spardruck, dass wir uns auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren müssen.»

Immer häufiger komme es aber vor, dass die Kapo Mails mit Fotos von verdächtigen Personen oder Fahrzeugen erhalte. «In solchen Fälle wäre es besser, wenn die Leute uns ganz altmodisch über den Notruf 117 alarmieren würden. Denn so könnten wir schneller vor Ort sein und die Personen oder Fahrzeuge überprüfen.»

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Posted by Kantonspolizei Aargau - offiz. Seite on Mittwoch, 28. Oktober 2015

Facebook 2

Nicht immer sehe die Kapo die Mails oder Facebook-Nachrichten sofort. «Da kann es schon zu spät sein, bis uns die Nachricht erreicht.» Der telefonische Notruf 117 sei 24 Stunden am Tag bedient, die Kapo-Facebookseite jedoch nicht. (aw)