Bei der Beratung der Strategie Hightech Aargau gab es gleich zu Beginn grundsätzliche Kritik. Die SVP ist überzeugt, das sei keine Aufgabe des Staates, die Unternehmen müssten hier selber tätig werden.

Benjamin Giezendanner (SVP, Rothrist) stellte im Namen der SVP-Fraktion einen Antrag auf Rückweisung. Mit einer neuen Vorlage könne sich der Aargau auf die Hightech-Forschung konzentrieren, die anderen Bereiche brauche es nicht.

Die Sprecher von CVP/BDP, FDP, SP, Grünen, GLP und EVP plädierten im Namen der meist einstimmigen Fraktionen für die Hightech-Strategie der Regierung. Die von der SVP gewünschte Rückweisung wurde mit 40 Ja der SVP zu 87 Nein abgelehnt.

Hofmann plädierte für die Vorlage

Im Namen der Regierung plädierte Wirtschaftsdirektor Urs Hofmann mit Engagement für die Vorlage. Eine hohe Wertschöpfung und der schnelle Wissenstransfer seien wichtig, damit die Unternehmen auf den Weltmärkten bestehen könnten.

Unser Kanton wolle auch in Zukunft der Energiekanton der Schweiz bleiben. Kernstück sei das geplante Hightech-Zentrum in der Nähe der Fachhochschule Brugg-Windisch mit maximal 24 Stellen. Das Zentrum soll Forschung, Bildung und Wirtschaft besser vernetzen. Für Hightech Aargau sprach sich auch Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP) aus - und stellte sich damit gegen die SVP-Fraktion.

In der kurzen Detailberatung wurde ein Antrag der Grünen abgelehnt, die Cleantechstrategie müsse im Zentrum stehen.

Dem Grosskredit von 37,92 Millionen Franken von 2012 bis 2017 stimmte das Parlament mit 99 Ja zu 20 Nein deutlich zu.