Kommentar

Der Energie-Showdown im Aargau wird vertagt – nun braucht es klare Antworten

Noch sind viele Fragen zum Aargauer Energiegesetz offen.

Der Aargauer Grosse Rat hat in der Sitzung vom Dienstag eine gute Ausgangslage für das Energiegesetz geschaffen. Um einen definitiven Entscheid zu fällen, müssen gewisse Fragen allerdings noch sauber geklärt werden.

Wir müssen den Verbrauch fossiler Energieträger dringend senken. Zum einen dem Klima zuliebe. Zum anderen, weil so jährlich Milliarden von Franken in andere Länder abfliessen. Die fehlen hierzulande. Wenn die Schweiz ihre Energiestrategie 2050 ernst nimmt, sind also trotz aller bisherigen Anstrengungen weitere Massnahmen nötig – auch auf kantonaler Ebene.

Der Aargauer Grosse Rat hat gestern ein von der Regierung im neuen Energiegesetz geschnürtes Massnahmenpaket diskutiert und in erster Lesung gutgeheissen. Anträge, es massiv zu verschärfen oder stark zu entschärfen, wurden abgewehrt.

Damit hat der Grosse Rat eine gute Ausgangslage für die zweite Lesung geschaffen. Dort erst findet der Showdown statt. Dann entscheidet sich, welche Massnahmen sich definitiv durchsetzen.

Denn in der gestrigen Beratung blieben viele Fragen offen. Erst in Kenntnis der von der Regierung erwarteten Antworten kann man definitiv entscheiden.

So ist herauszufinden, welche der Massnahmen die effizientesten sind, was sie kosten. Und um wie viel sinkt der CO2-Ausstoss? Soll der Aargau neue Ölheizungen – die nicht mehr in unsere Zeit passen – verbieten oder nicht?

Diese und weitere Fragen sind sauber zu klären. Nur so bekommt der Aargau am Schluss ein Gesetz, das von einer klaren Mehrheit im Grossen Rat mitgetragen, in einer zu erwartenden Volksabstimmung verteidigt und zum Erfolg geführt werden kann.

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