Am Mittwochabend waren die Werke der aus einem Wettbewerb siegreich hervorgegangenen Künstler Luigi Archetti, Daniele Buetti und Peter Regli (alle Zürich), Stefan Gritsch (Lenzburg) sowie Werner Reiterer (Wien) erstmals in den Lichthöfen des Campus-Neubau in Brugg-Windisch erstmals zu sehen.

«Noch wenige Stunden vor der Vernissage wurde hier eifrig gewirkt», sagte François Chapuis, Leiter Immobilien Aargau und Kantonsbaumeister. Er begrüsste Gäste der Fachhochschule Nordwestschweiz, Kunstschaffende und vor allem den Kanton Aargau – vertreten durch die Immobilien Aargau sowie die kantonale Kommission «Kunst im öffentlichen Raum». Sie hatten 2012 einen Wettbewerb ausgeschrieben, um die Lichthöfe im Campus künstlerisch zu bespielen.

Jetzt, fuhr Chapuis fort, hoffe er, dass sich ab nächstem Montag 2700 Studenten «um diese Kunst kümmern werden.» Am meisten freue ihn, wie sehr der Kanton hinter dem Projekt stehe: «Es ist sehr selten, dass wir eine solch grosse künstlerische Intervention tätigen können.»

Kuno Schumacher, Leiter Architektur und Entwicklung beim Kanton sowie Mitglied der Kommission, berief sich auf Mani Matter. Was ein Sandwich ohne Fleisch sei, habe der Berner Liedermacher einst gefragt und so geantwortet: «Nichts als Brot.» Was ein Sandwich ohne Brot sei? «Nichts als Fleisch.» – «Sie ahnen, worauf ich hinaus will», wandte sich Schumacher an die Vernissagebesucher: «Exakt so verhält es sich mit Architektur und Kunst – mit Kunst und Bau. Beides kann für sich funktionieren – die tolle Architektur und die bezaubernde Kunst.» Aber erst beides zusammen, erst die gemeinsame Wirkung «ergibt einen Dialog zwischen Kunst und Architektur, der zum Verweilen, Nachdenken, Staunen, Entdecken, Betrachten und Lauschen einlädt».

Kunst als Geschmacksverstärker

Auch Schumacher betonte, dass das Projekt auf Messers Schneide gelegen sei. Doch dann sei man auf die Zielgerade eingebogen und habe im April 2013 jene Arbeiten präsentieren können, die dann innert Kürze realisiert worden seien.

Die Kunst, betonte Schumacher zum Schluss, dürfe nie zur Dekoration werden, sondern zum «ergänzenden Element, zum Geschmacksverstärker. Kunst kann zusammen mit der Architektur die kulturellen Werte unserer Gesellschaft genussvoll vermitteln.»