NAB-Regionalstudie
Der Aargau wird zum beliebtesten Wohnkanton

Gemäss der NAB-Regionalstudie mauserte sich der Aargau zum beliebtesten Wohnkanton. Er wächst überdurchschnittlich, und die Bautätigkeit ist inzwischen auf dem Niveau der 90er Jahre. Trotzdem gibt es bisher keine Immobilienblase.

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Peter Bühlmann und Thomas Rühl stellen die Regionalstudie im NAB-Hauptsitz in Aarau vor. (abu)
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Thomas Rühl ist Leiter der Regional-Analyse der Credit Suisse. (abu)
Regionalstudie NAB

Peter Bühlmann und Thomas Rühl stellen die Regionalstudie im NAB-Hauptsitz in Aarau vor. (abu)

Die Neue Aargauer Bank (NAB) hat heute Morgen in Aarau die NAB-Regionalstudie Aargau 2012 vorgestellt. Dabei wurde bekannt, dass der Aargau den vor zwei Jahren errungenen dritten Rang im interkantonalen Standortqualitätsindex hält. Vor ihm sind weiterhin Zug und Zürich. Auf Platz 4 folgt Nidwalden, und auf Platz 5 Genf.

Der Aargau verteidigt den vor 2 Jahren errungenen Platz. (Bild: Credit Suisse)

Der Aargau verteidigt den vor 2 Jahren errungenen Platz. (Bild: Credit Suisse)

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Der Fokus der Studie liegt auf den Themen Demografie, Wohnen und Immobilienmarkt. NAB-CEO Peter Bühlmann und Studienverfasser Thomas Rühl bezeichneten den Aargau anhand der Ergebnisse als
beliebtesten Wohnkanton der Schweiz. Er hat abgesehen von Luzern gegenüber allen Nachbarkantonen einen Zuwanderungsüberschuss, insbesondere gegenüber Zürich.

Die Preisentwicklung im Aargau ist deutlich unterdurchschnittlich. (Bild: Credit Suisse)

Die Preisentwicklung im Aargau ist deutlich unterdurchschnittlich. (Bild: Credit Suisse)

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Moderate Immobilienpreisentwicklung

Der höchste Zuwachs an Wohnungen besteht entlang der grossen Verkehrsachsen, an der Peripherie der innerkantonalen Zentren und im Einzugsgebiet der Arbeitsmärkte Zug, Zürich und Basel. Interessant ist, dass Rühl im Aargau keine Immobilienblase erkennen. Es wird zwar rege gebaut. Doch gemessen an der bisherigen Nachfrage dürften die neue erstellten Wohnobjekte Abnehmer finden, so die Erwartung.

Trotz tiefer Zinsen und anhaltendem Trend zum Wohneigentum liege die Preisentwicklung deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt. Deshalb könne „im Gegensatz zu einer Reihe anderer Schweizer Regionen im Aargau nicht von einer ungesunden Preisentwicklung die Rede sein".

Hohe Zuwanderung in den letzten zehn Jahren

Hohe Zuwanderung in den letzten zehn Jahren

Bundesamt für Statistik
Mit 53% ist der Eigenheimanteil weit überdurchschnittlich. (Bild: Credit Suisse)

Mit 53% ist der Eigenheimanteil weit überdurchschnittlich. (Bild: Credit Suisse)

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Die Eigentümerquote im Aargau ist mit 53 Prozent deutlich überdurchschnittlich. Im Freiamt liegt sie gar bei bis 60 Prozent. Während die Preise von Eigentumswohnungen gesamtschweizerisch seit dem Jahr 2000 um 70 Prozent gestiegen sind, ist dieser Anstieg im Aargau mit 40 Prozent vergleichsweise moderat. (mku/kgh)