Statistik-Serie Aargau
Der Aargau ohne Job: In welchen Gemeinden die meisten Arbeitslosen leben

In einer zehnteiligen Serie verraten wir Ihnen mit interaktiven Karten und Grafiken interessante, überraschende und lustige Fakten und Zahlen über den Kanton Aargau. Heute Teil 8: über Menschen ohne Arbeit.

Elia Diehl
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Wo es im Aargau am meisten (Langzeit-)Arbeitslose gibt

Wo es im Aargau am meisten (Langzeit-)Arbeitslose gibt

Keystone und az/Elia Diehl

In der Schweiz waren Ende 2015 fast 160'000 Personen ohne Job. Das ergibt eine Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent. Auf der Suche nach einer Stelle waren gar 220'000 Menschen.

Im Aargau waren wiederum 11'951 Personen ohne Stelle. Die Arbeitslosigkeit lag dabei mit 3,4 Prozent leicht unter dem Schweizer Schnitt:

Im Kanton Neuenburg leben mit einer Quote von 6,1 Prozent die meisten Arbeitslosen. Er ist damit nicht der einzige Kanton aus der Westschweiz, der einen Podiumsplatz erreicht. Die niedrigste Arbeitslosenquote mit einem Prozent verzeichnet der Kanton Appenzell-Innerrhoden.

Unterschiede in den Bezirken

Absolut als auch verhältnismässig waren im Aargau mehr Männer (Quote: 3.6 Prozent) als Frauen (Quote: 3,2 Prozent) ohne Job. Auch zwischen den Aargauer Bezirken gab es deutliche Unterschiede:

Demnach leben im Bezirk Kulm die meisten Leute ohne Stelle, gefolgt von den Bezirken Zurzach und Baden. Die tiefste Arbeitslosigkeit haben die Bezirke Muri, Laufenburg sowie Brugg und Rheinfelden.

Die Arbeitslosenzahl lässt sich aber auch ins Verhältnis mit der gesamten Bevölkerung der Wohngemeinde setzen. So zeigt folgende interaktive Karte, in welchen Gemeinden es die meisten respektive wenigsten Arbeitslosen pro 1000 Einwohner gibt:

Im Jahresmittel 2015 lag die Arbeitslosenquote in der Schweiz bei nur 3,1 Prozent. Durchschnittlich waren 2,1 der Schweizer und 6,5 Prozent der Ausländer ohne Job.

Der Unterschied zwischen Arbeitslosen und Stellensuchenden

Bei Registrierten Arbeitslosen handelt es sich um Menschen, die in einem RAV gemeldet sind, keine Stelle haben und sofort vermittelbar sind.

Langzeitarbeitslose nennt man Personen, die länger als zwölf Monate als arbeitslos gemeldet sind.

Registrierte Stellensuchende sind sämtliche arbeitslosen sowie nichtarbeitslosen Personen, welche bei der öffentlichen Arbeitsvermittlung gemeldet sind und eine Stelle suchen.

Registrierte nichtarbeitslose Stellensuchende sind Personen, die in einem RAV erfasst, jedoch im Unterschied zu Arbeitslosen entweder nicht sofort vermittelbar sind oder aber über eine Arbeit verfügen ( Personen in Programmen zur vorübergehenden Beschäftigung, in Umschulung oder Weiterbildung, im Zwischenverdienst). Die registrierten nichtarbeitslosen Stellensuchenden entsprechen dabei der Differenz zwischen dem Total der registrierten Stellensuchenden und den Arbeitslosen.