Lenzburgiade
Den Sommer gab es erst auf der Bühne

Zahlreiche Gestalter des Kulturkantons feierten auf Schloss Lenzburg die Eröffnung der Lenzburgiade. Die Aargauer Regierung erschien in corpore zum Anlass – ein eher seltenes Bild.

Mario Fuchs
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Auftakt Zahlreiche Gestalter des Kulturkantons feierten auf Schloss Lenzburg die Eröffnung der Lenzburgiade
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Sie begleiteten ihre politisierenden Partnerinnen und Partner: Ursula Kühne (Alex Hürzeler), Monika Graf (Urs Hofmann), Marcel Senn (Susanne Hochuli), Rosmarie Brogli, Désirée Dieth.
CVP-Nationalrätin Ruth Humbel Näf aus Birmenstorf genoss den Abend mit ihrer Tochter Flavia.
Kenner der klassischen Musik: Rudolf Dellenbach, Cellist und Geschäftsleiter der Aargauer Kantonalbank mit Frau Satu; Laurene Schärer mit Mann Jürg, Präsident von Argovia Philharmonic.
Wissen, was gut geschrieben ist: Schriftsteller Klaus Merz mit Frau Selma, flankiert von Peter Wanner, Verleger und VR-Präsident der AZ Medien und dessen Sohn Michael Wanner, Verwaltungsrat der AZ Medien.
Das Team hinter der Lenzburgiade: Stephan Goerner, künstlerischer Leiter; Kathrin Goerner, Verantwortliche für Tickets und Information; Harald Haslmayr, Moderator, und Ruth Zenger, Geschäftsführerin.

Auftakt Zahlreiche Gestalter des Kulturkantons feierten auf Schloss Lenzburg die Eröffnung der Lenzburgiade

Chris Iseli/AZ

Die Hoffnung bestand lange – doch sie war vergeblich: «Leider können wir auch dieses Jahr das Eröffnungskonzert nicht draussen durchführen», sagte
Rudolf Dellenbach, Direktionspräsident der Aargauer Kantonalbank.

Die Bank hatte als Hauptsponsor zum Start der Lenzburgiade zu einem feierlichen Apéro geladen. Der Grund für die kurzfristige Verlegung vom Platz hinein ins Schloss Lenzburg: Das Regenrisiko war am Dienstagabend zu hoch, die Aussentemperatur zu tief.

Dabei sein wollten dennoch alle: Der Aargauer Regierungsrat in corpore. Grossratspräsident Markus Dieth, Wettingen, und dessen Vize Marco Hardmeier, Aarau. Zahlreiche Fraktionsvorsitzende, Mitglieder des Grossen Rats, des National- und Ständerats. Der gesamte Stadtrat von Lenzburg. Dazu bekannte Gesichter aus der Aargauer Medien-, Kultur- und Sportlandschaft.

Vor Konzertbeginn frischten sie ihre Kontakte mit angeregten Gesprächen und sich selbst mit Prosecco und Orangensaft auf. Obwohl der Anlass «noch relativ jung» sei, erfreue er sich bereits «grosser Beliebtheit», sagte Landammann Urs Hofmann in seiner Begrüssungsrede.

Das Programm des Festivals sei sinnbildlich «für eine Zeit, in der es keine fixen Grenzen mehr gibt». Doch, so zog Hofmann eine Parallele zwischen Musik und Politik, aus Kontrast und Experimentierfreude könne Neues entstehen. Am Eröffnungsabend wurden Vivaldis «Vier Jahreszeiten» aufgeführt, laut Hofmann «eine sichere Wahl».

Doch: Dabei beliessen es die Organisatoren nicht. Nach der Pause folgte die junge Rekomposition des britischen Komponisten Max Richter des meistaufgenommenen klassischen Werkes aller Zeiten. Das Experiment sorgte für Gesprächsstoff: Gespannt und heiter erwartete die Gesellschaft nach dem Original die Neuinterpretation.