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Debatten und Differenzen: Das Ständerats-Podium mit Kontroversen und neuen Erkenntnissen

Podium zu den Ständeratswahlen Aargau, 19.9., Trafo Baden 5

Podium zu den Ständeratswahlen Aargau, 19.9., Trafo Baden 5

Die Kandidaten: Thierry Burkart (FDP), Cédric Wermuth (SP), Hansjörg Knecht (SVP), Ruth Müri (Grüne), Marianne Binder (CVP), Beat Flach (GLP), Maya Bally (BDP) und Roland Frauchiger (EVP) Moderation: Moderation Rolf Cavalli (AZ), Maurice Velati (SRF), Urs Hofstetter (Radio Argovia)

Rund 200 Interessierte verfolgten das grosse Ständerats-Podium von Radio SRF, Aargauer Zeitung und Radio Argovia vor Ort in der Trafohalle Baden. Dank der Live-Übertragung im Online-Stream und auf Argovia wissen nun viele Aargauerinnen und Aargauer, wie sich die Kandidierenden bei Klimaschutz, Altersvorsorge, EU-Rahmenabkommen, Gesundheitskosten und Flüchtlingsfragen positionieren.

«Vor dem Podium war ich ziemlich sicher, wen ich wählen möchte, aber jetzt muss ich mir das nochmals überlegen»: Das sagte eine junge Frau zu ihren Kolleginnen als sie am Donnerstag kurz vor 22 Uhr in der Badener Trafohalle beim Apéro stand.

Zuvor hatten Hansjörg Knecht (SVP), Cédric Wermuth (SP), Thierry Burkart (FDP), Marianne Binder (CVP), Ruth Müri (Grüne), Beat Flach (GLP), Maya Bally (BDP) und Roland Frauchiger (EVP) gut anderthalb Stunden diskutiert.

Neben harten Diskussionen und sehr gegensätzlichen Meinungen gab es auch einige träfe Sprüche und markige Aussagen. So sagte Wermuth, der letztes Jahr mit seiner Familie nach Ägypten in die Ferien flog, nicht nur Engel dürften Klimapolitik machen. Knecht verglich das Streben nach weniger CO2-Emissionen mit einer Bergwanderung, die er langsam und mit der ganzen Gruppe absolvieren möchte.

Burkart sagte, sein von links als Dreckschleuder kritisierter VW-Bus sei nun das bekannteste Wahlkampf-Fahrzeug im Aargau, während Frauchiger eine Welt ohne CO2-Ausstoss für ebenso illusorisch hält, wie dass Ein- und Aussteigen beim Flugzeug gleich schnell gehen.

Binder sagte, sie sei für Rentenalter 67 für beide Geschlechter und wolle natürlich als Frau in den Ständerat gewählt werden – „als was denn sonst?“ Flach sagte, wenn man beim EU-Rahmenabkommen auf Nachverhandlungen setze, dann glaube man an den Samichlaus und diskutiere bald über den Lohnschutz für Jobs, die es nicht mehr gebe.

Bally möchte unbedingt eine Frau und einen Mann im Stöckli, sagte aber nicht, dass zwingend sie gewählt werden sollte. Ein Mann aus dem Publikum richtete eine Frage an Müri – und bezeichnete sie als zweite Frau von links, wie auch immer das zu interpretieren ist.

Nach rund eineinhalb Stunden ernteten die acht Kandidierenden und die Moderatoren Maurice Velati (SRF), Rolf Cavalli (AZ) und Urs Hofstetter (Argovia) grossen Applaus vom Publikum, beim folgenden Apéro wurde angeregt weiter diskutiert. Den ausführlichen Bericht vom Podium mit Videoausschnitten lesen Sie am Freitag im Verlauf des Tages hier online.

Alles zum Thema

Hier gehts zu unserem Dossier zu den Ständeratswahlen 2019 im Aargau.

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