April April
Das waren die Aprilscherze in Zeitung und Radio

Auch dieses Jahr haben die Schweizer Medien versucht ihre Leser in den April zu schicken. Der Aargau stand wegen vergangenen Ereignissen besonders im Zentrum . Wählen Sie Ihren Favoriten.

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Die «SonntagsZeitung» nahm den Kanton Aargau im Zusammenhang mit der Asyl-Debatte aufs Korn. Das Blatt meldete, dass US-Star Angelina Jolie die Schweizer Premiere ihres Regiedebüts «The Land of Blood an Honor» in der Turnhalle von Bettwil AG plane.Die Gemeinde hatte mit ihrem Kampf gegen eine Asylunterkunft Schlagzeilen gemacht. Ob der Event in Bettwil aber tatsächlich stattfinde, liege «in der alleinigen Entscheidungskompetenz der Gemeinde».

Die «NZZ am Sonntag» lud ihre Leser in den Zoo Zürich ein. Dieser wolle sich nach der «neuen Aquarium-Naturschutzstrategie» ausrichten - die Aquarien werden deshalb geräumt und die Fische verschenkt. Abgabetermin war am Sonntag um 10 Uhr beim Zoo-Haupteingang. Tatsächlich stand ein kleines Grüppchen samt passenden Transportgefässen zur angegebenen Zeit am Zoo-Eingang. Für diese gab es zwar keine Fische, doch zumindest eine Führung durchs Aquarium und einen kleinen Imbiss.

Die Aargauer Ausgabe der Zeitung «Der Sonntag» kündigte an, dass für einen Spaziergang im Wald bei der Fricktaler Gemeinde Schwaderloch ab dem Sonntag Eintritt verlangt werde. Einheimische müssten fünf Franken und Auswärtige acht Franken zahlen. Mit den erhofften Einnahmen von rund einer Million Franken pro Jahr wolle Schwaderloch den Steuerfuss senken.

Die Solothurner Ausgabe von «Der Sonntag» deckte das Süddach der historischen St. Ursen Kathedrale per Fotomontage mit Solarmodulen. Die wasserdichten Solarmodule sollten die maroden Ziegel auf dem Süddach ersetzen.

«Le Matin Dimanche» kündigte per Mai dieses Jahres die Einführung der «Natur-Vignette» an. Dieses Pendant zur Autobahnvignette müssten künftig alle auf ihrer Jacke, ihrem Rucksack oder der Mütze tragen, die sich auf Naturpfaden bewegen. Auf diese Weise sollen rund 200 Millionen Franken in die Staatskasse gespült werden.

Die «Basler Zeitung» empfahl ihren Lesern den Kauf des Smartphone- Apps «BVB Billettkontrolle»: Dieses versende Warnungen vor Billettkontrollen auf den Strecken der Basler Verkehrs-Betriebe. Es zeige minutengenau an, wo eine Kontrolle ansteht. So könne man rechtzeitig aussteigen, um nicht erwischt zu werden. Pendler könnten ihre Favoriten-Strecken speichern und sich dort gezielt warnen lassen.

Der «Frutigländer» kündigte bereits am Freitag ein spektakuläres Ereignis an: Am Sonntag um 11 Uhr werde ein erster Kampfjet vom Typ Gripen auf dem Flugplatz Reichenbach landen. Damit solle getestet werden, ob sich der Flugplatz für Kampfflugzeuge eigne. So könnte Meiringen entlastet werden.

Der «Werdernberger und Obertoggenburger» meldete, auf dem St.- Galler Ausflugsberg Hoher Kasten solle eine 48'000 Quadratmeter grosse Solaranlage gebaut werden. Die Zeitung illustrierte die Baupläne sogar mit einer Bildmontage der weit herum sichtbaren Anlage. Interessierte wurden am Sonntag zu einem Informationsanlass mit Solar-Apéro eingeladen.

Auch der Schweizer Teletext konnte sich einen Aprilscherz nicht verkneifen: Er teilte mir, die Schweiz wolle diesen Sommer einen revolutionären Satelliten ins All schicken. Dieser solle einen kabel- und kostenlosen Internetanschluss im ganzen Land garantieren.

Asylbewerber sollen ab sofort in Luftschutzkellern von Privathäusern untergebracht werden. Diese phantasievolle Lösung der Suche nach Asylunterkünften wurde am Sonntag vom Aargauer Radio Argovia verbreitet. Der Bundesrat habe die Unterbringung in den Luftschutzkellern per Verordnung beschlossen. Ab 14 Uhr werde kontrolliert, ob Räume auch wirklich leer geräumt seien.

Auch Radio24 liess sich von den Sexboxen inspirieren: Der Zürcher Sender meldete, die in Zürich geplanten Boxen sollen nach getaner Arbeit der Prostituierten nicht leer stehen sondern tagsüber als Auto-Waschanlage genutzt werden. Dann bleibe das Areal auch immer schön sauber.

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