«Trotz der verlorenen Abstimmung vom Mai des letzten Jahres sind wir guter Dinge», sagt Heiny Volkart, Leiter der Betreuergruppe des VW Käfer-Museums Aarburg. Die 15 VW Käfer, welche der Journalist und gebürtige Aarburger Hans Peter Nething nach seinem Tod der Gemeinde vermachte, haben bald ein neu renoviertes Zuhause. Die Tiefgarage der Turnhalle Höhe wird gerade gestrichen. «Wir müssen das in zwei Etappen tun, weil die Käfer jetzt im Winter nicht einfach woanders hingestellt werden können», sagt Volkart.

Bereits im Frühling soll das Museum eröffnet werden. «Ende Februar beginnen wir mit dem Einrichten.» Was wo stehen werde, das wisse er aber noch nicht, so Volkart. «Anhand von Kartonmodellautos auf einem Plan werden verschiedene Varianten ausprobiert und daraus die beste erkoren.»

Die Käfer werden derzeit noch bereitgemacht und vorgeführt. Das Museum wird der Öffentlichkeit behutsam nach und nach nähergebracht. Am Anfang wird es nur auf Anfrage geöffnet sein. «Wir werden hier auch für Anlässe wie Firmenapéros eine Plattform bieten.» Diverse VW Käfer-Clubs werden zudem angeschrieben. «Sie könnten ihre Ausflüge via Aarburg organisieren und in unserem neuen Museum einen Zwischenhalt einlegen», sagt Volkart.

Autos gehören der Stiftung

Alles begann im Juli 2013: Die Gemeinde hatte nach der Schenkung von Hans Peter Nething ihre Museumskommission beauftragt, sich um das industrielle Kulturgut zu kümmern. Die Gemeindeversammlung genehmigte im November 2013 die für den Betrieb jährlich notwendigen rund 10 500 Franken. Dagegen wurde das Referendum ergriffen. Federführend dabei war der Pistolenclub, weil er sein Lokal für das Museum opfern musste. Am 18. Mai entschieden sich die Aarburger an der Urne gegen die jährliche finanzielle Unterstützung für das Museum.

«Nach der verlorenen Abstimmung wurde im September die Nething-Roth-Stiftung gegründet», sagt Volkart. Dies war so im Erbvertrag vorgesehen. Die Autos gehören nach der Abstimmung nicht mehr der Gemeinde, sondern der Stiftung. Die Stiftungsratspräsidentin ist Elsbeth Märchy, Volkart ist ebenfalls im Stiftungsrat.

Alles zu seiner Zeit

Im Juni hatte der Gemeinderat entschieden, dass die 15 VW Käfer in der Tiefgarage der Turnhalle Höhe bleiben können. Die Pistolenschützen sind mittlerweile ausgezogen. Neben dem Stiftungsrat wurde der Verein VW Käfer-Museum Aarburg gegründet. Während die Stiftung für die strategischen Belange zuständig ist, kümmert sich der Verein um das operationelle Tagesgeschäft. «Wir stehen noch am Anfang», sagt Volkart.