Projekte zur Prävention

Das tut der Kanton, damit Schüler nicht kriminell werden

Jugendgewalt (Symbolbild)

Jugendgewalt (Symbolbild)

«Jugendkriminalität ist vorwiegend von Faktoren im ausserschulischen Bereich abhängig», sagt die Leiterin der Kommunikation im Bildungsdepartement. Deswegen werden auch dort präventive Massnahmen getroffen, beispielsweise im Bereich Suchtprävention.

Die kantonale Befragung zur Jugenddelinquenz hat das Departement Bildung, Kultur und Sport in Auftrag gegeben. «Die Zusatzstichprobe und deren Auswertung dienten dazu, zu klären, ob es im Aargau spezielle Problemfelder gibt, die sich im schulischen Umfeld äussern oder dort angegangen werden müssten», sagt Simone Strub Larcher, Leiterin Kommunikation im Bildungsdepartement.

Dafür liefert die Studie aus Sicht des Kantons keine Hinweise. Die Befunde bewegen sich laut der Sprecherin bei allen Fragestellungen mehr oder weniger im Rahmen der anderen Kantone.

«Der Bericht hat unsere Einschätzung bestätigt, dass Jugendkriminalität vorwiegend von Faktoren im ausserschulischen Bereich abhängig ist, wie dem familiären Umfeld und den Freizeitaktivitäten», erklärt Strub Larcher.

Präventive Massnahmen sollten deshalb in erster Linie in diesen Bereichen getroffen werden. Der Kanton sei in der Kinder- und Jugendförderung und in der Suchtprävention aktiv. Zudem würden Familien durch die multisystemische Therapie unterstützt.

Dabei werden Jugendliche in ihrem häuslichen Umfeld unter Einbezug ihrer Familie, der Schule und des gesamten sozialen Umfeldes intensiv behandelt. Die Eltern werden einbezogen und bei der Erziehung der Jugendlichen unterstützt.

Dazu kommt das Projekt Hometreatment Aargau (HotA), das sich an Familien mit diversen Problemen richtet: psychische Erkrankungen, Überforderung in der Erziehung, Kindswohl-gefährdung, Konflikte mit Schulen, Behörden, sozialem Umfeld oder Sucht- und Gewaltprobleme.

Auch in den Schulen gibt es gemäss Strub Larcher diverse Aktivitäten, die präventiv gegen Gewalt, Mobbing, Diebstahl, Vandalismus und andere Delikte wirken sollen. «Insbesondere die Schulsozialarbeit mit Projekten wie Göttisystemen für jüngere Schüler, die Mithilfe von Jugendlichen in der Pausenaufsicht und der Einsatz von Streitschlichtern leisten hier wichtige Beiträge.»

Demselben Zweck diene auch das Programm «Inssel» zur Förderung von Sozial- und Selbstkompetenzen der Pädagogischen Hochschule. «Zudem unterstützen eine ganze Reihe von Weiterbildungsangeboten die Lehrpersonen dabei, Kinder und Jugendliche zu stärken und sie besser gegen die Versuchung von Gewalt, Mobbing oder gar Delinquenz zu schützen», sagt Strub Larcher.

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