Sparrunde
Das sind die wichtigsten Sparmassnahmen des Kantons

Der Kanton Aargau braucht Geld und muss hierfür eine Sparrunde einlegen. Bis zu 150 Millionen Franken sollen gespart werden. Wie der Kanton Aargau im Detail sparen will, lesen Sie hier.

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Wo der Aargau sparen will

Wo der Aargau sparen will

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Strassenverkehrsamt: weniger Schalterdienst

Departement Volkswirtschaft und Inneres: Der Schalterdienst im Strassenverkehrsamt soll reduziert werden (bringt 300 000 Franken), eine Reorganisation des Schilderlagers im Amt spart 50 000 Franken, eine Nettoaufwand-Reduktion beim Kant. Integrationsprogramm (max. 1,15 Mio. Franken). Das Budget von Aargau Tourismus wird nicht erhöht (spart 100 000 Franken), beim Internationalen Standortmarketing werden 250 000 Franken gespart, das Personal der Jugendanwaltschaft soll um 300 Stellenprozente reduziert werden (bringt max. 400 000 Franken). Auch Hightech Aargau muss bluten (spart max. 1,3 Mio. jährlich). Kein DVI-Geschäft, aber auch wichtig ist eine mögliche Reduktion von Grossanlässen ab 2016.

Mindestens 15 statt 12 Primarschüler

Departement Bildung, Kultur und Sport: Die Mindestgrösse der Primarschul-Klassen soll von 12 auf 15 Schüler erhöht (spart max. 1,87 Mio. Franken), das Normalpensum von Bez-Lehrern um eine Lektion pro Woche erhöht werden (spart max. 2,6 Mio.). Auf eine Neuorganisation des Instrumentalunterrichts wird verzichtet (spart bis 6,34 Mio.),
die Eintritte ins Vindonissa-Museum, ins Kloster Königsfelden und ins Schloss Hallwyl werden erhöht (bringt 39 000 Franken). Einschulungsklassen (spart max. 8 Mio.)und das Berufswahljahr sollen abgeschafft werden (spart max. 1,94 Mio.). Bei der FHNW sollen max. 3 Mio. gespart werden, eine Kostenbeteiligung der Eltern am Instrumental-
unterricht an höheren Schulen soll bis 1,7 Mio. bringen.

Reduktion der Stelleninseratekosten

Departement Finanzen und Ressourcen: Der Kanton will bei Stelleninseraten 400 000 Franken sparen, weniger und kleinere Inserate schalten und schwergewichtig Stellen online publizieren. Die Kündigung beim Verein Public Private Partnership bringt 20 000 Franken, die Halbierung des Vergütungszinses auf 0,5 Prozent spart bei natürlichen Personen 3, bei den juristischen Personen 1 Mio. Umgekehrt soll der Verzugszins für letztere von 5 auf 5,5 Prozent erhöht werden (bringt 50 000 Franken). Eine weitere Massnahme ist die Reduktion des Büroplatzes um 15 Prozent. Arbeitsplätze in Grossraumbüros sollen 10 statt 12 m2 aufweisen. Dies kann nur bei Neubauten und Mieterausbauten berücksichtigt werden.

Hundetaxe bleibt bei 115 Franken

Departement Gesundheit und Soziales: Die Hundetaxe sollte eigentlich bald auf 110 Franken sinken, jetzt bleibt sie bei 115 Franken: bringt 180 000 Franken/Jahr. Der weitaus grösste Brocken ist eine Totalrevision des Einführungsgesetzes zum KVG. Vorab dank «Optimierung» der Ausschüttung der individuellen Prämienverbilligung sollen ab 2018 bis 26 Mio. ein-gespart werden können. Der Vermögensverzehr bei Altersrentnern im Heim soll von einem Zehntel auf einen Fünftel pro Jahr erhöht werden (spart 7,5 Mio.). Statt der ärztlichen Gratis-0800er-Notrufnummer kommt Mitte 2014 eine kostenpflichtige 0900er-Notrufnummer (bringt max. 660 000 Franken), bei der Gesundheitsförderung werden 150 000 Franken gespart.

Mehr Strassengeld für Verkehrssicherheit

Departement Verkehr, Bau und Umwelt: Die Verkehrssicherheitsleistungen der Kantonspolizei werden zu zwei Dritteln aus der Strassenkasse finanziert. Dieser Anteil soll auf 100 Prozent erhöht werden (spart 5,5 Mio./Jahr). Diverse Hochwasserschutzprojekte sollen zurückgestellt werden (spart max. 1,91 Mio.). Dafür soll die Aargauische Gebäude-versicherung Projekte auf 10 Jahre befristet mitfinanzieren (bringt 350 000 bis max. 2,7 Mio./jährlich) - finanziert durch einen Prämienzuschlag. Später realisiert werden auch Auenschutz-projekte (spart max. 641 000 Franken). Beim öffentlichen Verkehr soll der Abgeltungsbeitrag «bei gleichbleibender Leistung» reduziert werden: spart max. 1,5 Mio. (mku)

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