Fussball
Das sind die schönsten und die schlechtesten Plätze im Aargau

Anlässlich des Rückrundenstartes im Aargau hat die az eine Umfrage über den schönsten und schlechtesten Fussballplatz des Kantons lanciert. Welches sind die Plätze, die den Fussballern Freude machen?

Julia Martens und Fabian Sanginés
Drucken
Teilen
Das sind die schönsten und die schlechtesten Plätze im Aargau
3 Bilder
Beznau: Energie nicht nur im AKW.
Tägerig: In einem Land vor unserer Zeit.

Das sind die schönsten und die schlechtesten Plätze im Aargau

Seit einer Woche rollt im Kanton Aargau der Ball wieder, die Regionalligisten haben die Rückrunde in Angriff genommen. Doch besonders im Frühjahr gerät die Kugel öfters ins Holpern. Dies aufgrund der nicht immer Wembley-ähnlichen Verhältnissen auf den Fussballplätzen. Deshalb hat die Aargauer Zeitung rund vierzig Fussballtrainer aus dem Kanton befragt: Wo sieht das Grün am saftigsten aus und wo ist der grösste Acker im Rüebliland?

Gränichen bezwingt Mutschellen

Der schönste Fussballplatz des Kantons steht in Gränichen. Mit einer überwältigenden Mehrheit – knapp doppelt so viele Stimmen – verwies die Heimstätte des 2.-Liga-interregional-Klubs FC Gränichen die Anlagen in Mutschellen und Oftringen auf die Plätze zwei und drei.

Das Rating im Überblick

Top 5:

1. Gränichen

2. Mutschellen

3. Oftringen

4. Schöftland

5. Brugg

Flop 5:

1. Tägerig

2. Muhen

3. Koblenz

4. Beinwil am See

5. Aarburg

Der täglich gepflegte Rasen, die beiden brandneuen Kunstrasen und die grosszügigen Kabinen stossen bei den Gastteams jeweils auf Anerkennung.. «Unsere Anlage ist der Hammer», schwärmt auch Goalgetter Vojan Cvijanovic von der erst vierjährigen Zehndermatte. Cvijanovic ergänzt gar, «es ist der schönste Platz der Schweiz». Ein grosses Kompliment eines Spielers, der sich nicht nur im Aargau auskennt, sondern derzeit überregional gegen den Ball tritt und mit dem FC Brugg auch schon 1. Liga gespielt hat.

Die Schattenseiten

Ein grosses Verdienst daran hat Giorgio Vito, so etwas wie die gute Seele der Zehndermatte. Täglich mäht er den Rasen und pflegt auch die Kunstplätze. Dass die Anlage auch optisch etwas hergeben soll, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. «Ich mache jeden Morgen einen Rundgang und nehme den Müll vom Boden auf», erklärt das frischgekürte Mitglied des Jahres des FC Gränichen.

Doch eine tolle Anlage zu besitzen, hat auch seine Schattenseiten. Vor knapp zwei Wochen ist im Klubhaus des FC Gränichen eingebrochen worden, Bargeld des Restaurants und die Mannschaftskasse des Fanionteams wurden entwendet. «Das war sehr schade, wir überlegen uns, eine Videokamera zu installieren», kommentiert Vito den unschönen Vorfall.

Keiner will nach Tägerig

Dass das Gras auf der anderen Seite, beziehungsweise bei anderen Teams, immer grüner ist, weiss auch Roland Bucher, Trainer des FC Tägerig. «Unser Platz ist ganz klar der schlimmste im Aargau», gibt er unumwunden zu. So verwundert es wohl nur wenige Hobbyfussballer der Region, dass die Kleinzelg von der überwiegenden Mehrheit der Coaches zum schlechtesten gewählt wurde.

Der allgemeine Tenor lautet: Der Platz ist viel zu klein, nie in gutem Zustand, und wenn der Ball ins Seitenaus rollt, fliegt er immer den Hang runter. «Unsere Anlage wird zum Glück bald umgebaut», zeigt sich Roland Bucher zuversichtlich. «Die Sanierung befindet sich in Planung», bestätigt auch Platzwart Markus Beeler. Ihm ist es zu verdanken, dass der Rasen überhaupt bespielbar ist. «Das Wasser fliesst schlecht ab. Ich gebe aber immer mein Bestes, um den Platz in bestmöglichen Zustand zu versetzen», sagt Beeler fast schon entschuldigend.

Ein genaues Datum für den Umbau ist noch nicht bekannt. Doch eine gute Nachricht für zukünftige Gegner des FCT: Spätestens ab 2018 muss der Platz saniert sein, ansonsten darf auf der Kleinzelg kein 3.Liga-Fussball mehr gespielt werden.

Axpo steckt Energie auch ins Grün

Zum Schluss noch ein Geheimtipp: In 5.-Liga-Kreisen erzählt man sich, dass der von Axpo zur Verfügung gestellte Rasen des FC Energie Beznau noch besser sein soll als derjenige in Gränichen. Obwohl kein Trainer den Beznauer Sportplatz Stüdlihau genannt hat, dürfen sich die Fünftligisten der Gruppen zwei und drei auf ihr Gastspiel in Beznau freuen.

Aktuelle Nachrichten