Wahlen 2016

Das sind die Panaschierkönige aus den elf Aargauer Bezirken

Panaschierkönige und Panaschierkönigin: Hans-Ruedi Hottiger, Roland Agustoni und Maya Bally Frehner.

Der Zofinger CVP-Grossrat Hans-Ruedi Hottiger ist der Panaschierkönig der Aargauer Grossratswahlen: Er erhielt drei von vier Stimmen von Wahlzetteln fremder Parteien. Am wenigsten panaschiert haben die SVP-Wähler.

Ende Oktober hat die Aargauer Stimmbevölkerung 140 Frauen und Männer in den Grossen Rat gewählt. Nun hat Statistik  Aargau detaillierte Daten zum Abstimmungsverhalten publiziert. Daraus geht hervor, wer die Panaschierköniginnen und -könige der elf Aargauer Bezirke sind. Das sind jene Politikerinnen und Politiker, die am meisten Stimmen von fremden Parteilisten erhalten haben. 

Auffällig: Bei allen Panaschierköniginnen und -königen handelt es sich um Bisherige, die ihren Sitz verteidigen konnten. Die meisten, sprich 6 gehören der CVP an, 3 der FDP und je 1 der BDP respektive GLP. 

Von den Bezirks-Panaschierkönigen wiederum hat der Zofinger CVP-Grossrat Hans-Ruedi Hottiger den grösten Anteil an Panaschierstimmen. Fast 76 Prozent beträgt dieser bei ihm. Das heisst: Drei von vier Stimmen erhielt er von Wählern, die nicht die Liste seiner Partei, der CVP, eingelegt haben. 

Gefolgt wird er vom Grünliberalen Roland Agustoni (Bezirk Rheinfelden) mit 69 Prozent und von BDP-Politikerin Maya Bally Frehner (Bezirk Lenzburg) mit 66 Prozent. 

Den tiefsten Anteil an fremden Stimmen der elf hat CVP-Grossrat Ralf Bucher (Bezirk Muri) mit 39 Prozent. 

Die absoluten Stimmzahlen lassen sich aufgrund der unterschiedlichen Einwohnerzahl der Aargauer Bezirke nicht vergleichen. 

Wer klaute wem die Stimmen?

Wer klaute wem die Stimmen?

Panaschieren: Bei der Grossratswahl 2016 jagen die Linken sich gegenseitig die Stimmen ab, während die SVP kaum ausserhalb der Basis mobilisiert.

SVP mit wenigsten Panaschierstimmen

Beim Blick auf die Panaschierstimmen der Parteien (siehe unten) zeigt sich: Die SVP hat den deutlich höchsten Anteil der Stimmen von eigenen Wahlzetteln (92,2 Prozent) – und damit auch den tiefsten Anteil ihrer Stimmen von fremden Wahlzetteln (7,8 Prozent) erhalten. Das spricht für eine hohe Mobilisierung ihrer Parteiwähler, die wenig fremd wählen. 

Den tiefsten Wert der Stimmen von eigenen Wahlzetteln weisen - von den grossen Parteien - die BDP (62,6 Prozent) und die Grünen (65,3 Prozent) auf.  

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