Regierungsratswahlen

Das sagt die Präsidentin der Grünen zum SVP-Zweierticket

Gertrud Häseli: Atomausstieg ist eine zentrale Frage.Toni Widmer

Gertrud Häseli: Atomausstieg ist eine zentrale Frage.Toni Widmer

Für die Grünen ist klar: Die zweite SVP-Regierungsrats-Kandidatur mit Thomas Burgherr zielt auf «ihre» Susanne Hochuli. Präsidentin Gertrud Häseli wehrt sich.

Seit vergangenem Samstag wissen wir, dass die SVP Aargau mit Landstatthalter Alex Hürzeler und Parteipräsident Thomas Burgherr in den Wahlkampf zieht – mit dem Ziel, einen zweiten Sitz zu erobern. Sollte es gelingen, ginge dieser Gewinn mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Kosten von Landammann Susanne Hochuli. Gertrud Häseli, Präsidentin der Grünen, sagt mit Blick auf die Kandidatur Burgherr, dass natürlich jede Partei das Recht habe, Wahlvorschläge zu machen.

Sie wäre allerdings gerne am kürzlichen informellen Treffen der drei grossen bürgerlichen Parteispitzen dabei gewesen, denn, so Häseli: «Gute Lösungen für die Aargauer Politik kann nur die Zusammenarbeit aller politischen Kräfte bringen. Die Bürgerlichen sind nicht allein im Besitz der Lösungen.» Häseli ist überzeugt, dass die fünf grossen Parteien das Aaargauervolk hervorragend vertreten: «Wir würden es ausserordentlich bedauern, wenn diese Ausgewogenheit aus dem Gleichgewicht käme.»

Nein zu reinem Männergremium

Obwohl es in der offiziellen Sprechweise im Moment nicht erwähnt werde, ziele die SVP-Kandidatur auf Susanne Hochuli, Regierungsrätin der kleinsten Regierungspartei, ist Häseli überzeugt, und weiter: «Ein reines Männergremium würde den Aargau in keiner Art und Weise vertreten. Die Neugestaltung des Gesundheitswesens braucht Kontinuität. Die Fragen der Ökologie sind unsere Zukunftsfragen.»

Eine «unverhältnismässig bürgerliche Regierung» (Häseli) würde den Aargau in Energiefragen und in der Frage des Atomausstiegs für die Präsidentin der Grünen nicht repräsentieren. Für sie ist klar: «Diese Frage ist für unseren Kanton zentral. Einerseits sind viele Arbeitsplätze von der atomaren Energiegewinnung abhängig, andererseits wohnen viele Aargauerinnen und Aargauer in der Umgebung der AKWs mit allen Ängsten und Risiken.» Bürgerliche Politik heisse zudem Steuern senken um jeden Preis, kritisiert Häseli weiter. Das sei ein schlechtes Rezept.

«Wer ins Amt gedrängt wird ...»

In die Aargauer Regierung sollen fähige Leute gewählt werden, sagt Gertrud Häseli weiter und greift voll an: «Personen, die in das Amt gedrängt werden oder nur aus Gründen des Machtanspruches kandidieren, bringen das notwendige Format nicht mit.»

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