Kommentar

Das Rettungs-Taxi kann teuer werden – man sollte die Ambulanz mit Bedacht rufen

Je nach Police zahlen die Versicherungen die Ambulanz nicht immer. (Symbolbild)

Je nach Police zahlen die Versicherungen die Ambulanz nicht immer. (Symbolbild)

Es braucht nicht immer eine Ambulanz. Oft können auch Hausärzte gute Hilfe leisten. Der Kommentar von Mathias Küng.

Die Gesundheit unserer Liebsten und von uns selbst ist uns verständlicherweise das Wichtigste. Da hilft es, dass das Gesundheitswesen im Aargau hervorragend funktioniert. Dazu gehört, dass bei Notruf ein Ambulanzteam meist spätestens nach 15 Minuten vor der Tür oder am Unfallort ist.

Es ist deshalb gut, dass alle die Notrufnummer 144 kennen. Im akuten Notfall gibt es nichts Besseres. Trotzdem ist es nicht erklärbar, dass sich die Rettungseinsätze seit 2005 nahezu verdreifacht haben. Gewiss wohnen rund 20 Prozent mehr Menschen im Aargau, nimmt die Zahl älterer Menschen mit komplexen Krankheitsbildern zu und haben wir weniger Hausärzte.

Trotzdem braucht es nicht immer gleich eine Ambulanz. In vielen Fällen können Hausärzte genauso gut helfen. Ist ein Notfall nicht gar so bedrohlich, ist die ärztliche Notrufnummer auch ein guter Tipp. Es geht zudem nicht an, die Ambulanz anzufordern, wenn man vom Gemüserüsten einen kleinen Schnitt im Finger hat. Da kann man selbst zum Arzt oder in den Notfall gehen.

Gut zu wissen ist zudem, dass – ausser bei Unfällen – die Versicherung je nach Police die Ambulanz nicht automatisch voll zahlt. Wer diese also als vermeintliches Gratis-Taxi benützt, kann darob bös erwachen. Ziel dieser Zeilen ist, dass für dringende Notfälle – davon gibt es wahrhaft genug – wirklich immer eine Ambulanz in der Nähe frei ist, ausrücken und zeitgerecht helfen kann.

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