Hitzewelle
Das Kantonsspital Aarau verzeichnet bereits 20 Prozent mehr Notfallpatienten

In den letzten drei Wochen sind im Kantonsspital Aarau 20 Prozent mehr Notfälle wegen der anhaltenden Hitze eingegangen. Das Kantonsspital Baden hingegen konnte noch keinen Anstieg verzeichnen – wappnet sich aber gekonnt gegen die Hitzewelle.

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Während das KSA deutlich mehr Notfälle wegen der Hitze verzeichnet, reagiert man im KSB mit auf dem Areal platzierten Trinkflaschen auf die Hitzewelle.

Während das KSA deutlich mehr Notfälle wegen der Hitze verzeichnet, reagiert man im KSB mit auf dem Areal platzierten Trinkflaschen auf die Hitzewelle.

Gesundheit Aargau

Seit über einer Woche hat die Hitzewelle die Schweiz fest im Griff. Doch bereits jetzt verzeichnete das Kantonsspital Aarau (KSA) mehr Hitzepatienten als üblich. «In den letzten drei Wochen sind rund 20 Prozent mehr Notfälle am KSA eingegangen», erklärt Sprecher Yves Jordi auf Anfrage der az.

Diese Zunahme wurde sowohl am Kantosspital als auch am Notfall im Aarauer Bahnhof verzeichnet. Meist kommen die Patienten gegen Abend. Deren Symptome seien gemäss Jordi tatsächlich auf das warme und heisse Wetter zurückzuführen. «Viele kommen mit Flüssigkeitenmangel, Kreislaufproblemen, oder es sind ältere Menschen oder Tumorpatienten, denen die Hitze zu schaffen macht», erläutert Jordi.

Aber nicht nur das: «Die Hitze kann aber auch dazu führen, dass man unkonzentrierter ist oder von der Sonne geblendet wird, was zu Arbeitsunfällen führt.»

Das Kantonsspital Baden hingegen hat bisher kaum eine Zumnahme an Patienten verzeichnet, wie Omar Gisler, Pressesprecher des KSB auf Anfrage der az erklärt: «Bis jetzt wurden wir noch nicht mit Hitzepatienten überrollt, aber auf längere Zeit ist schon mit einem Anstieg zu rechnen.»

Doch dafür ist das Spital gewappnet: «Wir haben genügend Kapazitäten und Personalreserven.» Ausserdem wurden auf dem gesamten Areal Trinkflaschen platziert, um die Patienten zu sensibilsieren, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Warum die Badener «hitzeresistenter» zu sein scheinen als die Aarauer, kann sich Yves Jordi nicht erklären. «Vielleicht kommt es etwas darauf an, wie man es beurteilt.» (chg)