Da staunte eine Autofahrerin in Rothrist wohl nicht schlecht: Mitten in der Nacht auf Sonntag beobachtete sie einen Biber dabei, wie er gemütlich durch die Gemeinde spazierte. Unterwegs zur Migrol-Tankstelle mied er die Strasse und hielt sich stattdessen vorbildlich auf dem Trottoir.

Und es kommt noch besser: «Über den Fussgängerstreifen ist der Biber zur Tankstelle gelaufen», sagt die Zeugin gegenüber «20 Minuten». An der Tankstelle angekommen habe sich das Tier für die Zapfsäulen interessiert, weshalb sie die Polizei rief. «Das hätte für das Tier und die Autofahrer sehr gefährlich werden können.»

Biber erobern die Zentren

Biber erobern die Zentren

Ein seltener und spezieller Nachtschwärmer watschelt durch Rothrist. Womöglich sind die Nager auf der Suche nach neuen Revieren.

Biber richten Schäden in Millionenhöhe an

Fast 400 Meter legte der Biber von seinem Lebensraum an der Aare in Rothrist zurück.

Der tierische Spaziergang sorgte auch bei der Polizei für Verwunderung. «Von so einem Einsatz höre ich zum ersten Mal», sagt Daniel Saridis, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, gegenüber der Gratiszeitung. Der zuständige Jagdaufseher siedelte den Biber noch in derselben Nacht um. Das Tier sei unverletzt und habe keinen Schaden angerichtet.

Rund 300 Biber haben sich im Kanton Aargau eingenistet – sehr zum Ärger der landwirtschaftlichen Betriebe: Die Tiere richten mit ihren Dämmen im Aargau Schäden in Millionenhöhe an